Adressen und Informationen zu den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und Privaten Krankenversicherungen (PKV) in Deutschland

AOK – Allgemeine Ortskrankenkasse

Die  Allgemeinen Ortskrankenkassen AOK, wurden bereits 1884 gegründet, nachdem Reichskanzler Otto von Bismarck 1883 die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland eingeführt hat. Die AOK bietet, ebenso wie andere gesetzliche Krankenkassen, im Rahmen der Gesundheitsvorsorge verschiedene Pflichtleistungen, die im Sozialgesetzbuch hinterlegt sind. Des Weiteren werden Satzungsleistungen angeboten, die über die Pflichtleistungen hinausgehen und in der Krankenkassensatzung verankert sind.

BKK – Betriebskrankenkassen

Die Betriebskrankenkassen (BKK) können in Deutschland auf eine lange Tradition zurückblicken. Zum Teil bestanden sie als kleinere „Fabrikkassen“ bereits Mitte des 18. Jahrhunderts, also sogar noch vor der Einführung der gesetzlichen Krankenkasse im Jahr 1883. Bis zum allgemeinen Kassenwahlrecht im Jahr 1996 waren die BKK´s für alle Arbeiter offen, die keiner anderweitigen Betriebs- oder Innungskrankenkasse angehörten. Heute haben alle Versicherungspflichtigen die Möglichkeit, die Versicherung in einer BKK zu wählen.

EKK – Ersatzkrankenkassen

Die Ersatzkrankenkassen (EKK) sind Teil der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Ihre Entstehung reicht ins 19. Jahrhundert zurück, als die Bürger im Zuge des von Otto von Bismarck erlassenen Sozialversicherungsgesetztes einer Krankenversicherung beitreten mussten. Alle Versicherungspflichtigen wurden dabei einer berufsständischen Versicherung als Primärversicherung zugeordnet, wobei auch die Möglichkeit bestand, einer Hilfskasse bzw. Ersatzkasse beizutreten. Dies war jedoch nur dann möglich, wenn diese Kasse für den Versicherten auch berufsständisch zuständig war.

IKK – Innungskrankenkassen

Die Innungskrankenkassen (IKK) haben sich im 19. Jahrhundert aus Gesellenbruderschaften entwickelt. Diese haben anfänglich vor allem gewerkschaftliche Funktionen übernommen, seit Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883 übernahmen sie dann auch Aufgaben der Krankenkassen. Die einzelnen Innungen konnten sich dabei einer Innungskrankenkasse anschließen und die Kasse als Trägerinnung begleiten. Alle Mitarbeiter, die in den jeweiligen Innungsbetrieben beschäftigt waren, wurden dann automatisch Mitglied der Innungskrankenkasse. Dies zwar möglich, da die Innungskrankenkassen schon 1892 als Zuweisungskassen arbeiteten.

PKV – Private Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung (PKV) ist das Gegenstück zur Gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Für die Aufnahme müssen einige Berufsgruppen bestimmte Bedingungen erfüllen. Für Selbständige und gutverdienende Angestellte ist die PKV eine Alternative zur GKV. Als sich Ende des 19. Jahrhunderts die gesetzlichen Krankenversicherungen gründeten, war die Nachfrage nach privaten Versicherungen kaum vorhanden. Schließlich hatte sowohl die Mittel- wie auch die Oberschicht ausreichende Mittel zur Verfügung, um notwendige Krankenbehandlungen bezahlen zu können. Erst mit der Inflation 1924, als ein Großteil des vorhandenen Vermögens verloren ging, war die private Krankenversicherung gefragt.