Zusatzversicherung: Zahl potenzieller Neukunden steigt

Private Zusatzversicherungen haben im Bereich der Krankenversicherung Hochkonjunktur. Immer mehr Kassenpatienten setzen auf diese Möglichkeit, um den Versicherungsschutz auszuweiten. Hintergrund sind ständige Leistungskürzungen in der GKV, die in den letzten Wochen immer wieder wegen finanzieller Probleme in den Schlagzeilen auftauchte. Dass die Zahl der abschlusswilligen Kunden im Bereich der Krankenzusatzversicherung steigt, belegt eine aktuelle Studie von You Gov Psychonomics.

Mehr Abschlusswillige in 2011

Das Marktforschungsinstitut You Gov Psychonomics hat für die aktuelle angefertigte Studie mehr als 1.000 Personen befragt.

Ergebnis der Studie ist eine breite Akzeptanz bei den Befragten. Gegenüber dem vergangenen Jahr stieg die Zahl derer, die eine Zusatzversicherung in der Krankenversicherung abschließen würden, um ganze 15 Prozent. Damit hat die Akzeptanz der Krankenzusatzversicherung die wichtige Marke von zwei Dritteln nicht nur erreicht, sondern weit übersprungen.

Am häufigsten – so die You Gov Psychonomics-Studie – stammten die potenziellen Neukunden, welche nach einer Krankenzusatzversicherung suchen, aus den Reihen der großen Krankenkassen, also von Barmer GEK, AOK, TK usw.  Die Beweggründe der Versicherten sind aber sicher ähnlich. Viele Kassenpatienten treibt seit einiger Zeit die Sorge vor weiteren, empfindlichen Leistungseinschnitten in der gesetzlichen Krankenversicherung um. Und lässt die Sparte der privaten Krankenzusatzversicherung aufblühen.

Kooperation zwischen PKV und GKV

Ein Bereich, in dem übrigens die beiden Versicherungssysteme scheinbar harmonisch zusammenarbeiten. Denn Mitglieder der GKV fragen bei ihren Kassen nach den privaten Krankenzusatzversicherungen. Dabei sollten Versicherte auf verschiedene Punkte achten. Einerseits muss jedem Kassenpatienten klar sein, dass der Schritt in PKV auch vom Gesundheitszustand abhängt. Und dass nicht jeder angebotenen Zusatzversicherungen Sinn macht.

Zahnzusatz-, Auslandskranken- und stationäre Versicherungstarife gelten aus Sicht vieler Experten durchaus als sinnvoll. Kombitarife, in denen etwa die Brillenversicherung mit anderen Krankenzusatzversicherungen verknüpft wird, rechnen sich dagegen für den Versicherten kaum. Hier sollte das Geld lieber für eine neue Brille angespart, statt in Beiträge zu einer Krankenzusatzversicherungen investiert werden.

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