Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse bald Standard

Der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wurde bereits von einigen großen Krankenkassen wie z.B. die DAK, Deutsche BKK und BKK Gesundheit mit jeweils pauschal 8 Euro pro Monat, die BKK Westfalen-Lippe mit einem Prozent vom Bruttogehalt und die BKK für Heilberufe gar mit 12 Euro pro Monat erhoben.

Versicherte einiger großer Krankenkassen müssen ebenso wie Mitglieder mancher ehemals als besonders günstige Betriebskrankenkasse einen Zusatzbeitrag an ihre Krankenversicherung zahlen. Dieser Beitrag wird von den gesetzlichen Krankenkassen erhoben, wenn die Mittel aus dem Gesundheitsfonds weniger als 95 Prozent ihrer notwendigen Ausgaben abdecken. Der Zusatzbetrag wird alleine vom Arbeitnehmer bestritten, seine Höhe darf maximal ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens betragan.

Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung hat der Gesetzgeber festgelegt, dass ein pauschaler Zusatzbeitrag in Höhe von acht Euro im Monat ohne eine Prüfung des versicherungspflichtigen Einkommens erhoben werden darf. Folgerichtig erhebt ein Großteil der Krankenkassen exakt acht Euro als monatlichen Zusatzbeitrag. Der Versicherte kann bei Einführung der Beiträge die Krankenkasse wechseln. Die meisten Prognosen gehen jedoch davon aus, dass in den nächsten Jahren nahezu jede Krankenkasse diese Beiträge einführen muss, dennoch werben einige Kassen ausdrücklich damit, dass sie keinen solchen Beitrag erheben. Das Mitglied kann oft einen Teil der Beiträge sparen, indem es der Abbuchung für ein ganzes Jahr statt der monatlichen Zahlweise zustimmt, die hierdurch eingesparten Verwaltungskosten werden von vielen Kassen in Form eines Rabattes erstattet.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr