Zusatzbeitrag der GKV führt zu Wechsel in private Krankenversicherung
Die gepalnten Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen könnte unter den Mitgliedern zu einem verstärkten Wechsel in die private Krankenversicherung führen. Diesen Mehrpreis würden gesetzlich Versicherte lediglich bei besserer Betreuung und bei Zugang zu besserer medizinischer Versorgung hinehmen.
Einer Studie des Forschungs- und Beratungsinstitutes IGES zufolge, an der 3000 Kassenpatienten teilnahmen, würden Kassenpatienten einen Zusatzbeitrag hinnehmen, wenn sich dadurch die medizinische Betreuung wesentlich verbessern würde. So könnten sich der Umfrage nach bis zu 62 Prozent der Teilnehmer vorstellen, die Krankenkasse wegen besserer Leistungen zu wechseln. Besonders wichtig sind den Befragten der Abbau der langen Wartezeiten, der Zugang zu alternativen Heilmethoden und die Kostenübernahme für wichtige Vorsorgeuntersuchungen.
Für die gesetzlichen Krankenkassen kommt erschwerend hinzu, dass die sogenannte Dreijahresfrist, wonach Pflichtversicherte mit einem Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze eine Wartezeit von drei Jahren hinnehmen mussten, ab dem kommenden entfallen und durch eine einjährige Wartezeit ersetz werden soll. Damit würden die Kassen viele zahlungskräftige Mitglieder an die private Krankenversicherung verlieren.
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