Zu wenig und zu viel Schlaf fuehrt zu fruehem Tod

Menschen mit zu viel oder zu wenig Schlaf sterben frueher

Francesco Cappuccio hat an der Universität von Warwick in Coventry eine Meta-Studie vorgestellt, welche auf die Daten von mehr als einer Million Patienten zurückgreift. Das Ergebnis seiner Untersuchung beweist eindeutig, dass Menschen, welche die empfohlene Schlafdauer von sechs bis acht Stunden pro Nacht regelmäßig unter- oder überschreiten, eine gegenüber Normalschläfern signifikant kürzere Lebensdauer aufweisen.

Schalfdauer beeinflusst Wahrscheinlichkeit fuer Diabetes und Schlaganfall

Die Ergebnisse Francesco Cappuccios werden durch weitere Studien gestützt, nach denen Erkrankungen wie Diabetes mellitus durch Schlafmangel begünstigt werden. Des Weiteren machen nicht ausgeschlafene Menschen überdurchschnittlich viele durch Konzentrationsmangel verursachte Fehler.
Erstaunlicherweise ergab die Studie, dass übermäßiges Schlafen ein wesentlich größerer Risikofaktor als Schlafmangel für ein frühes Ableben ist.
Bei der Vorstellung der Studie wurde betont, dass sie keine definitiven Aussagen darüber macht, in welchem Umfang der Schlafmangel oder das übermäßige Schlafen tatsächlich als Ursache für den früheren Tod anzusehen sind. Ein übermäßiges Schlafen kann auch als Folge einer bestehenden Erkrankung auftreten, während zu wenig schlafende Menschen häufig einen ungesunden Lebensstil führen, welcher nicht selten mit dem übermäßigen Genuss von Alkohol und Nikotin verbunden ist.
In einer späteren Untersuchung soll überprüft werden, in welchem Umfang sich Schichtarbeit auf das Schlafverhalten und die Sterblichkeit auswirkt.

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