Zahnreport 2012 der Barmer GEK

Der Zahnreport der Barmer GEK zeigt: Nur 31 Prozent der Kinder im Vorschulalter nehmen an der regelmäßigen Zahnprophylaxe teil. Auch unterscheidet sich die Zahl der Zahnarztbesuche pro Bundesbürger in den neuen und alten Bundesländern. Dabei lassen sich gerade durch Zahnhygiene und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhebliche Kosten sparen.

Besser Vorsorge als Nachsorge

Die Zahnzusatzversicherung gehört zu den beliebtesten Krankenzusatzversicherungen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung doch gerade beim Zahnersatz aber auch im Bereich der Kieferorthopädie nur einen kleinen Teil der Kosten, gerade dann, wenn man auf Qualität setzt. Doch häufig entsteht Bedarf etwa beim Zahnersatz da, wo man es hätte vermeiden oder zumindest hinauszögern können. Denn viele Erkrankungen des Zahnes und des Zahnfleisches lassen sich durch eine regelmäßige Prophylaxe und Kontrolluntersuchungen vermeiden, bzw. früher erkennen und somit besser behandeln.

Zahnreport 2012

Dennoch geht aus dem Zahnreport 2012 der Barmer GEK hervor, dass längst noch nicht alle Möglichkeiten zur Vorsorge genutzt werden. Gerade bei Kindern nutzen nicht einmal ein Drittel die Prophylaxeangebote. Bei den Erwachsenen sind es hingegen eher Frauen, die zum Zahnarzt gehen. 74 Prozent von ihnen besuchten im Jahr 2010 den Zahnarzt, um sich entweder behandeln zu lassen, oder aber im Rahmen eines Kontroll- oder Prophylaxebesuchs. Bei den Männern waren es hingegen gerade einmal 66 Prozent.

Besonders Kinder öfter zum Zahnarzt schicken

Zwar sind die Zahlen bei den Erwachsenen im guten Bereich, allerdings dürfte man die Kontroll- und Prophylaxebesuche der Kinder nicht unterschätzen. Auch wenn sie meist nur Milchzähne haben, so haben Schäden am Milchgebiss doch zum Teil erheblich Auswirkungen auf die späteren bleibenden Zähne. So äußerte sich Studienautor Thomas Schäfer dafür aus, die Akzeptanz der Früherkennungsuntersuchungen zu steigern und somit die Zahngesundheit der jetzigen Kinder auch langfristig positiv zu beeinflussen.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr