Zahngesundheit: Parodontitis als ernste Krankheit begreifen

Ohne Angst zubeißen

Ohne Angst zubeißen

Das bisschen Zahnfleischbluten – so denke viele Verbraucher. Und lassen es dabei bewenden. Allerdings weisen Zahnmediziner immer wieder daraufhin, dass mit Zahnfleischbluten nicht zu spaßen ist. So auch jetzt. Denn hinter dem Zahnfleischbluten kann Parodontitis stecken, eine Zahnkrankheit, die ernsthafte Folgen nach sich zieht. Und bis hin zum Zahnverlust führt. Ein Ausweg: Die richtige Mund- und Zahnpflege.

Bakterien verursachen Parodontitis

Parodontitis, früher als Parodontose bekannt, hat viele Gesichter.

Drei davon sind Zähne, die empfindlich auf Temperaturreize reagieren, Zahnfleischbluten und Mundgeruch. Tritt nur eines der drei genannten Symptome auf, machen sich die meisten Betroffenen kaum Gedanken. Dabei warnen Mediziner davor, die Alarmsignale des Körpers auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn Parodontitis kann zu einem ernsthaften Problem werden.

Etwa dann, wenn mehrere Zähne betroffen sind. In diesem Fall entsteht eine Wunde, die über weite Bereiche der Mundhöhle reicht. Und ein ideales Einfallstor für Bakterien ist. Der Organismus muss diese bekämpfen. Gleichzeitig ist die Entzündung im Mundraum ein Warnsignal, das auf andere Krankheitsbilder hindeuten kann. So stellen Ärzte zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Rheuma her.

Wie entsteht Parodontitis

Der erste Schritt zur Entwicklung der Parodontitis ist die Besiedlung der betroffenen Areale in der Mundhöhle mit Bakterien. Diese heften sich an Zähne und Zahnfleisch als Biofilm. Über Stoffwechselprodukte schädigen sie das Zahnfleisch und rufen im weiteren Verlauf eine Entzündung hervor. Durch diese kann es dazu kommen, dass sich das Zahnfleisch langsam zurückzieht oder es zu einem Knochenabbau kommt. In den schlimmsten Fällen müssen gleich mehrere Zähne gezogen werden.

Risikofaktoren für Parodontitis

Eine schlechte Mundhygiene ist nicht die einzige Ursache für das Entstehen von Parodontitis. Infrage kommen auch andere Risikofaktoren. Dazu gehören unter anderem Rauchen und Stress. Kommt noch ein geschwächtes Immunsystem dazu, finden die Krankheitserreger idealen Nährboden. Um Parodontitis vorzubeugen, ist deshalb nicht nur eine angemessene Zahnpflege wichtig. Die Bakterien-Filme müssen rechtzeitig entfernt werden. Leistungen, die auch von der GKV übernommen werden.

VN:F [1.9.15_1155]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Weitere News:

PKV-Kunden: Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Privatpatienten haben nicht viele Möglichkeiten, in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückzukehren. Doch momentan wünschen sich viele den Systemwechsel, denn gerade für ältere Versicherte wird die PKV immer teurer. Keine… mehr

Ultimatum: Bahr fordert Rückzahlungen von Kassen

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr verliert die Geduld mit den gesetzlichen Krankenkassen. Nachdem er bereits vor Wochen zu Beitragsausschüttungen aufgefordert hatte und nur einige wenige Krankenkassen mit Überschüssen seinem Wunsch… mehr

Montgomery: Wettbewerb zwischen PKV und GKV ist vernünftig

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, hält einen Wettbewerb zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für vernünftig. In einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt spricht er über… mehr

Stiftung Warentest prüft Auslandsreise-Krankenversicherung

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (06/2012) hat die Stiftung Warentest 47 weltweit geltende Tarife für Auslandsreise-Krankenversicherungen geprüft. Obwohl Finanztest in diesem Jahr strengere Bewertungskriterien einsetzte, erhielten sechs… mehr