Zahnarztkosten ziehen an – Patienten sollten Kosten prüfen

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) wurde zum 1. Januar 2012 erstmalig seit 1988 an die medizinischen Fortschritte und neue Behandlungsmethoden angepasst. Für Patienten bedeutet dies im Schnitt mehr Kosten bei allen Behandlungen, wie zum Beispiel Zahnersatz, die über die sogenannte Regelversorgung hinausgehen.

Die neue GOZ

Jeder Jahreswechsel bringt Veränderungen im Versicherungsbereich, die mal mehr, mal weniger Bürger direkt betreffen. Die Anpassung der Gebührenordnung für Zahnärzte, die zum 1. Januar in Kraft getreten ist, wird sehr viele Menschen betreffen. Denn alle zahnmedizinischen Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgehen, sind nun mit höheren Kosten für die Patienten verbunden. Dabei war die Anpassung längst überfällig, denn die alte Gebührenordnung orientierte sich am zahnmedizinischen Standard von 1987. Seitdem gab es eine ganze Reihe von Fortschritten in der Zahnmedizin. Eine heutige Zahnarztpraxis ist kaum mehr mit einer Praxis aus den 1980er Jahren zu vergleichen. Insbesondere hochmoderne Geräte und bessere Materialien haben Einzug in deutsche Zahnarztpraxen gehalten, die Anpassung war hier ein wichtiger Schritt, mit dieser Entwicklung gleichzuziehen.

Höhere Selbstbeteiligung bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz

Für Patienten bedeutet dies allerdings, dass sie nun häufig mehr Geld für zahnmedizinische Leistungen aufwenden müssen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen zahlen beispielsweise nur einen Teil der Kosten. Dabei orientiert sich die Zuzahlung durch die Krankenversicherung nicht an den tatsächlichen Kosten der jeweiligen Behandlung, sondern an der Standardversorgung. Wer statt Amalgam-Füllungen naturechte Materialien vorzieht, muss für die Mehrkosten beispielsweise selbst aufkommen. Für gesetzlich Versicherte ergeben sich somit im Schnitt Mehrkosten im Bereich von 6 Prozent. Für Privatpatienten kann es sogar noch teurer werden. Dies ist hier allerdings abhängig vom jeweiligen Versicherungstarif.

Angebote vergleichen

Verbraucherschützer raten daher besonders jetzt eine Zweitmeinung bei anstehenden Behandlungen einzuholen. So lassen sich mitunter hohe Geldsummen sparen, denn wer beispielsweise Zahnersatz von entsprechender Qualität benötigt, muss mit einer Selbstbeteiligung von mehreren Hundert bis Tausend Euro rechnen. Hier kann sich ein Vergleich also lohnen. Im Internet gibt es beispielsweise mehrere Plattformen auf denen es möglich ist, den jeweiligen Kostenvoranschlag durch andere Zahnärzte prüfen zu lassen. So erfahren Sie schnell und einfach, ob sich nicht doch Kosten einsparen lassen.

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