WHO-Studie: Intensive Handystrahlung als Tumorgefahr
Millionen Verbraucher tun es täglich – mit dem Handy telefonieren. Lange galt das Mobiltelefon als vollkommen ungefährlich. Allerdings dürfte eine Studie der WHO das Image der Mobiltelefonie entscheidend beeinträchtigen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei intensiver Nutzung die Strahlung des Handys durchaus die Entstehung eines Tumors begünstigen kann. Die Branche reagierte empört auf die Veröffentlichung und ist weiter vom Gegenteil überzeugt.
Vieltelefonierer mit höherem Risiko
An der Studie arbeiteten 31 Experten aus 14 Ländern mit.
Elisabeth Cardis spricht davon, dass etwa die zehn oberen Prozent der Studie ein erhöhtes Risiko aufweisen. Für die Untersuchung wurden 5.200 Krebspatienten aus 14 Ländern mit 7.700 gesunden Probanden verglichen. Das Ergebnis dürfte vor allem die Industrie wenig begeistern. Schließlich gilt seit Jahren der Grundsatz, dass Handys trotz der abgegebenen Strahlung keine Gesundheitsgefahr darstellen. Ein Anspruch, den die Branche nun revidieren muss, denn die WHO hat den Status von Mobiltelefonen erhöht.
Handys als „möglicherweise krebserregend“
Galt das Handy bisher als gesundheitlich unbedenklich, müssen die Hersteller nun mit der WHO-Gesundheitskategorie 2b leben. Letztere stuft Stoffe, Tätigkeiten und Geräte als „possibly carcinogenic to humans’“ ein, also als für Menschen möglicherweise krebserregend ein. Damit einher geht ein Imageverlust für die Branche, die sich bisher als sauber und unbedenklich deklariert hat.
Die potenzielle Gesundheitsgefahr der Mobiltelefone ist allerdings nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr wies der Abschlussbericht der Interphone-Studie auf eine gewisse Gesundheitsgefahr hin. Personen, die mehr als 30 Minuten am Tag mit dem Handy telefonieren, sollten nach Ansicht der Experten lieber zur Freisprechanlage oder SMS greifen.
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