West-Nil-Virus auf dem Weg nach Europa

Virus aus Afrika

West-Nil-Virus bald in Europa

Bisher rieten Experten, sich in tropischen und subtropischen Ländern vor Mücken zu schützen. Besonders in den südlichen Breiten sind Mücken Überträger schwerwiegender Krankheiten und Infektionen, wie der Malaria oder dem West-Nil-Virus. Seit Ende Juli sind allerdings auch in Südosteuropa 56 Fälle der möglicherweise tödlich verlaufenden Krankheit, dem West-Nil-Virus, bestätigt worden.

Mückenschutz vom CRM empfohlen

Bisher sind nur Fälle in den Ländern Griechenland, Rumänien, Albanien und Russland bekannt.

Insgesamt sind es bisher 56 Fälle, in denen das West-Nil-Virus aufgetreten ist, wie das CRM – Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf – bekannt gab. Ein Mückenschutzmittel wird bei Reisen in diese Regionen dringend empfohlen. Bereits 2010 verzeichnete das CRM einen deutlichen Anstieg in der Anzahl der Fälle: Allein in Griechenland wurden 2010 etwa 257 Fälle registriert. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Erkrankungen im Herbst noch weiter steigen wird.

Das West-Nil-Virus ist keine Krankheit, die unterschätzt werden darf. Äußern sich zuerst Symptome ähnlich einer normalen Grippe, wie Muskelschmerzen, geschwollenen Lymphknoten und Fieber, entwickelt sich bei rund einem Drittel der Infizierten später ein Hautausschlag, der sich über den gesamten Oberkörper ausbreiten kann. In Ausnahmefällen kann sich gar eine Hirnhautentzündung entwickeln und die Krankheit tödlich verlaufen.

Abendstunden besonders gefährlich

Da Mücken dämmerungs- und nachtaktiv sind, muss besonders in dieser Zeit auf einen ausreichenden und guten Mückenschutz geachtet werden. Das Centrum für Reisemedizin empfiehlt, dabei aber nicht nur auf Mückenabwehrmittel zu setzen, sondern auch das Verschließen der Innenräume. So ist der Mückenschutz mit Moskitonetzen eine einfache und praktikable Maßnahme, um die Mücken fern zu halten. Ein weiterer Hinweis der Mediziner besteht darin, nach Möglichkeit das Bett mit einem Moskitonetz der Maschengröße von 1,2 bis 1,5 Millimeter zu schützen.

Für einen weitgehend geschützten Schlaf sollte das Moskitonetz zusätzlich mit einem Antimückenspray imprägniert werden. Da Mücken vom Körpergeruch des Menschen angezogen werden, ist zusätzlich eine gute Luftzirkulation ein wirksames Mittel gegen Mücken. Im Freien muss parallel darauf geachtet werden, möglichst viel Haut mit Kleidung zu bedecken.

 

VN:F [1.9.15_1155]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Weitere News:

PKV-Kunden: Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Privatpatienten haben nicht viele Möglichkeiten, in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückzukehren. Doch momentan wünschen sich viele den Systemwechsel, denn gerade für ältere Versicherte wird die PKV immer teurer. Keine… mehr

Ultimatum: Bahr fordert Rückzahlungen von Kassen

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr verliert die Geduld mit den gesetzlichen Krankenkassen. Nachdem er bereits vor Wochen zu Beitragsausschüttungen aufgefordert hatte und nur einige wenige Krankenkassen mit Überschüssen seinem Wunsch… mehr

Montgomery: Wettbewerb zwischen PKV und GKV ist vernünftig

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, hält einen Wettbewerb zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für vernünftig. In einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt spricht er über… mehr

Stiftung Warentest prüft Auslandsreise-Krankenversicherung

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (06/2012) hat die Stiftung Warentest 47 weltweit geltende Tarife für Auslandsreise-Krankenversicherungen geprüft. Obwohl Finanztest in diesem Jahr strengere Bewertungskriterien einsetzte, erhielten sechs… mehr