Wechsel in die Private Krankenversicherung: Stichtag 30.09.2010

Kündigungsfrist vor Wechsel in die Private Krankenversicherung 30.09.2010

Angestellte und Arbeitnehmer mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, also freiwillig gesetzlich Krankenversicherte, können bereits zum Dezember 2010 in die Private Krankenversicherung wechseln, wenn sie die Kündigungsfrist für die gesetzliche Krankenkasse einhalten. Stichtag für die Kündigung ist der 30.09.2010 mit drei Monaten Vorlauf. Ein Wechsel bereits in diesem Jahr macht insofern Sinn, als sich die Beiträge zur PKV aus dem Eintrittsalter errechnen. Deswegen ist ein Wechsel bereits in diesem Jahr mit einem niedrigeren Eintrittsalter deutlich günstiger. Zudem können Angestellte von günstigeren Beitragssätzen und wesentlich umfangreicheren Leistungen in der privaten Krankenversicherung im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse profitieren.

Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenkasse steigt 2011 auf 15,5 Prozent

Nicht zuletzt im Hinblick auf die bevorstehende Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenkasse ist ein Wechsel in die Private Krankenversicherung noch in 2010 sinnvoll. Bei einem angenommenen Verdienst im Bereich der Versicherungspflichtgrenze bzw. Jahresarbeitsentgeltgrenze für 2010 von 49.950 Euro im Jahr, entspricht eine Beitragserhöhung von 0,6 Prozent etwa 20 Euro pro Monat. Weitere Vorteile der PKV gegenüber der GKV bestehen in der flexiblen Wahl der Versicherungszahlungen und der Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit. Zusätzlich genießen Privatpatienten in Arztpraxen und Krankenhäusern eine bevorzugte Behandlung.

Vor dem Wechsel Private: Krankenversicherung Vergleich

Vor einem KV-Wechsel sollten die PKV Tarife der privaten Versicherungen miteinander verglichen werden. Große Unterschiede gibt es je nach Anbieter sowohl in den Leistungen als auch in den Preisen.  Deshalb ist ein PKV Vergleich auf individueller Basis wichtig, um sich einen Überblick über die hiesige Tariflandschaft zu verschaffen. Die große Anzahl an Mitbewerbern um Privatpatienten schafft Preisunterschiede je nach Versicherungsgesellschaft und Tarif von teils mehreren hundert Euro pro Jahr.

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