Bürgerentlastungsgesetz macht Wechsel in die Private Krankenversicherung attraktiv

Zusatzbeiträge und geringere Leistungen der GKV verantwortlich für Wechsel in die Private Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung (PKV) scheint derzeit für viele Wechselberechtigte Versicherte der gesetzlichen Krankenkasse die erste Wahl zu sein. So gaben in einer von HanseMerkur in Auftrag gegebenen Umfrage 25% der Befragten an, sie wollten lieber Mitglied in der privaten Krankenversicherung sein. Hauptverantwortlich für diese Tendenz ist Angaben der Befragten zufolge auch das Bürgerentlastungsgesetz. Dieses Gesetz bietet seit 2010 die Möglichkeit, Kosten der Krankenversicherung vollständig von der Steuer absetzen zu können. Besonders für jene Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, die über das nötige Einkommen oberhalt der Jahresarbeitsentgeltgrenze von derzeit 49.950 Euro im Monat verfügen, ist die Private Krankenversicherung somit auch eine finanzielle Alternative geworden. Bereits nach der Einführung von Zusatzbeiträgen einiger Krankenkassen war der Trend hin zu einem Wechsel in die Private Krankenversicherung deutlich zu erkennen. Dieser Trend könnte sich nun verstärken, sollte wie geplant die sogenannte Drei-Jahres-Regelung fallen.

Vor einem PKV Wechsel die Anbieter und die Tarife berechnen und vergleichen

Versicherte, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, sollten vorher unbedingt Anbieter und Tarife vergleichen. Mit einem kostenlosen Private Krankenversicherung Rechner kann der mögliche Beitrag im Voraus online berechnet werden. Denn nicht für jeden lohnt sich ein solcher Wechsel, vor allem nicht für Versicherungsnehmer in fortgeschrittenem Alter. Sollte sich ein Wechsel allerdings als finanziell sinnvoll herausstellen, sollte ein ausgiebiger Private Krankenversicherung Vergleich aller Anbieter und Tarife durchgeführt werden. So können die besten und die günstigsten PKV Tarife ausfindig gemacht werden.

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