Wartezimmer: Kassenpatienten warten 27 Minuten

Wartezeit Arztpraxis

Wartezeit für Kassenpatienten

Die Wartezeit bei deutschen Ärzten ist ein Reizthema unter den Patienten, die Betriebskrankenkassen haben dazu eine Umfrage bei Fachärzten in Deutschland durchgeführt, im Schnitt warten Kassenpatienten 27 Minuten auf den Arzt. Auch Privatpatienten der PKV müssen längere Wartezeiten in Kauf nehmen, hier betrug die Wartezeit lediglich sechs Minuten weniger. Die kürzesten Wartezeiten konnten die Zahnärzte vorweisen: Hier mussten die Patienten lediglich 13 Minuten Wartezeit einplanen.

Wartezeit kann zur Geduldsprobe werden

Die Umfrage hat somit ergeben, dass im Vergleich zum Jahr 2008 die Wartezeit um eine Minute zurückgegangen ist.

Auch die viel diskutierte Bevorzugung von Privatpatienten fällt nicht so deutlich aus, wie von vielen befürchtet. Befragt wurden insgesamt 6.000 Versicherte Bundesbürger von mindestens 14 Jahren. Die 27 Minuten Durchschnittswartezeit können jedoch nicht auf alle Ärzte gleichermaßen angewendet werden. Während die kürzeste Wartezeit beim Zahnarzt lediglich 13 Minuten beträgt, müssen Patienten beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder beim Orthopäden fast die dreifache Wartezeit in Kauf nehmen – knapp 37 Minuten.

Wartezeiten, um einen Termin bei einem Facharzt zu erhalten, weisen jedoch deutliche Unterschiede zwischen Kassen- und Privatpatient auf. Während Kassenpatienten 20 Tage auf einen Termin warten müssen, sind es bei Privatpatienten im Schnitt lediglich 14 Tage.

Werbung im Wartezimmer

Da Wartezimmer meistens neutral und kühl eingerichtet sind, kann eine halbe Stunde Wartezeit für einen Patienten zur Qual werden. In den meisten Wartezimmern war es bisher immer so, dass sich nur Fachzeitschriften zur Überbrückung der Wartezeit vorfanden. Immer mehr Ärzte werden aber kreativ in der „Unterhaltung“ ihrer Patienten. Neben Wissenschafts- und Politikmagazinen sind auch Illustrierte und Wochenzeitungen zu finden, die den Patienten das Warten angenehmer machen sollen.

Der neueste Trend geht allerdings hin zu technischer Unterhaltung mit dem Fernseher. Es werden hier allerdings keine Spielfilme, sondern medizinische Kurzfilme und Ratgeber gezeigt, auch Dokumentationen oder Zeichentrick für Kinder können ausgestrahlt werden. Finanziert werden sollen derartige Projekte aber auch durch Werbung, die Werbeclips werden in diesen Fällen meist wohl von Pharmakonzernen kommen.

 

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