Vorläufige Versicherungspflichtgrenze für 2013 – Eintritt in PKV erschwert

Jedes Jahr werden die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung neu festgelegt, auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird in diesem Rahmen beschlossen. Auch im Jahr 2013 wird es eine neue Grenze geben, die vorläufigen Werte sind nun bekannt geworden. So müssen Arbeitnehmer nun noch mehr verdienen, um in die private Krankenversicherung eintreten zu können.

Neuberechnung der Grenzen

Als Arbeitnehmer leistet man Beiträge zu verschiedenen Sozialversicherungen. So werden vom Bruttoeinkommen Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen, auch die Pflege- und Krankenversicherung richten sich nach Höhe des Einkommens. Damit gutverdienende Menschen jedoch nicht grenzenlose Beiträge entrichten müssen, wird ihr Einkommen nur bis zu einer festgelegten Obergrenze bei der Beitragsberechnung berücksichtigt. Für die Renten- und Krankenversicherung gelten dabei unterschiedliche Grenzen, die für jedes Jahr, abhängig von der Lohnentwicklung und Arbeitsmarktsituation festgelegt werden.

Höherer Maximalbetrag – 9 Euro mehr pro Monat

Im Jahr 2012 gilt beispielsweise für die gesetzliche Krankenversicherung eine Beitragsbemessungsgrenze von 45.900 Euro pro Jahr (3.825 Euro monatlich). Nur bis zu diesem Beitrag wird das Einkommen für die Krankenversicherungsbeiträge berücksichtigt, dadurch ergibt sich ein maximaler Krankenkassenbeitrag von 313,65 Euro monatlich (mit Arbeitgeberanteil insgesamt 592,88 Euro). Im Jahr 2013 wird die Beitragsbemessungsgrenze bei voraussichtlich 47.250 Euro im Jahr bzw. 3.937,50 Euro monatlich liegen. Dadurch erhöht sich der Maximalbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 322,88 Euro/Monat.

Versicherungspflichtgrenze weiter erhöht

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt, erhöht sich ebenfalls zum nächsten Jahr. Mussten Arbeitnehmer in diesem Jahr insgesamt 50.850 Euro verdienen, um sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht zu befreien und in die private Krankenversicherung einzutreten, wird die Grenze 2013 auf voraussichtlich 52.200 Euro im Jahr angehoben. Der Eintritt in die PKV wird für Arbeitnehmer somit weiter erschwert. Auf Beamte, Studenten, Freiberufler und Selbständige haben die Änderungen allerdings keine Auswirkungen.

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