Versicherungspflichtgrenze 2012

Nachdem für das Jahr 2011 die Versicherungspflichtgrenze und die Beitragsbemessungsgrenze nach unten korrigiert wurden, wird eine Anhebung auf ungefähr das Niveau des Jahres 2010 erwartet. Die Versicherungspflichtgrenze 2012 soll demnach auf 50.850 Euro angehoben werden, die Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2012 auf 45.500 Euro. Eine Verabschiedung vom Bundeskabinett ist im Oktober vorgesehen. Ein Wechsel in die PKV wird dadurch erschwert.

Rechengrößen für Sozialversicherung werden angehoben

Die BBG (Beitragsbemessungsgrenze) und die JAEG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) sind die wichtigsten Faktoren, die für die Sozialversicherung notwendig sind, um die Beiträge für die Krankenversicherung, berechnen zu können. Beide Faktoren sollen für das Jahr 2012 angehoben werden. Die Krankenversicherung wird damit teuer. Die Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung 2012, wird voraussichtlich von derzeit 45.550 Euro auf 45.900 Euro angehoben werden. Dies entspricht einem Gehalt von monatlich 3.825 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse wird somit für Besserverdiener teurer. Für die Berechnung der Beiträge wird jedoch nur der Verdienst bis zu dieser Grenze gewehrtet. Alles, was über dieser Grenze liegt, bleibt von der Sozialversicherung unberührt. Die Anhebung ist den Lohnzuwächsen von 2,09 Prozent in den alten Bundesländern und 1,97 Prozent in den neuen Bundesländern geschuldet.

Auch JAEG wird erhöht

Die JAEG, auch Versicherungspflichtgrenze, wird 2012 ebenfalls wieder erhöht und übersteigt vermutlich gar das Niveau des Jahres 2010. Zum Jahreswechsel von 2010 auf 2011 wurde die JAEG von 49.950 Euro auf 49.500 vorerst gesenkt, wird aber vermutlich im kommenden Jahr auf 50.850 Euro angehoben. Jeder Arbeitnehmer der einen Jahresverdienst hat, der über dieser Grenze liegt, kann sich frei entscheiden, ob er sich in der PKV versichert oder doch auf freiwilliger Basis in der GKV versichert. Damit erhöhen sich die Beiträge für die Krankenversicherung nur für besserverdienende Arbeitnehmer, bisher betrug der Beitrag maximal 304,25 Euro und erhöht ich auf 313,65 Euro. Für Arbeitgeber steigt der Anteil an der Krankenversicherung um 8,22 Euro auf maximal 279,23 Euro. Der Höchstsatz für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt somit 592,88 Euro. Aber auch im Bezug auf die Renten- und Arbeitslosenversicherung ind Neuerungen geplant. So wird die Bemessungsgrenze hier auf 67.200 Euro erhöht. Jedoch sind davon nur die alten Bundesländer betroffen, in den neuen Bundesländern bleiben die Grenzen bestehen.

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