Versicherungspflichtgrenze Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) Private Krankenversicherung (PKV)

Die Versicherungspflichtgrenze oder auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt, ist eine wichtige Jahresentgeltgrenze, die regelt, wer der Versicherungspflicht unterliegt und wer nicht. Angestellte und Arbeitnehmer sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und unterliegen deshalb der Versicherungspflicht und müssen sich in der gesetzlichen Krankenkasse versichern, es sei denn, sie verfügen über ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Momentan muss das Einkommen oberhalb dieser Jahresarbeitsentgeltgrenze nachgewiesen werden, um die Befreiung von der Versicherungspflicht zu erlangen und in die Private Krankenversicherung wechseln zu können. Folgende Jahresentgeltgrenzen gelten für die vergangenen Jahre.

Allgemeine Versicherungspflichtgrenze Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG

  • allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2013: Monat: 4.350,00 Euro (Jahr: 52.200)
  • allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2012: Monat: 4.237,50 Euro (Jahr: 50.850)
  • allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2011: Monat: 4.125,00 Euro (Jahr: 49.500)
  • allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2010: Monat: 4.162,50 Euro (Jahr: 49.950)
  • allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2009: Monat: 4.050,00 Euro (Jahr: 48.600)
  • allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2008: Monat: 4.012,50 Euro (Jahr: 48.150)

Besondere Versicherungspflichtgrenze Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG

  • besondere Versicherungspflichtgrenze 2013: 47.250 Euro jährlich
  • besondere Versicherungspflichtgrenze 2012: 45.900 Euro jährlich
  • besondere Versicherungspflichtgrenze 2011: 44.550 Euro jährlich
  • besondere Versicherungspflichtgrenze 2010: 45.000 Euro jährlich
  • besondere Versicherungspflichtgrenze 2009: 44.100 Euro jährlich
  • besondere Versicherungspflichtgrenze 2008: 43.200 Euro jährlich

Versicherungspflichtgrenze: Unterschied allgemeine und besondere Arbeitsentgeltgrenze

Die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze ist etwas niedriger als die allgemeine Arbeitsentgeltgrenze und wird lediglich auf jene Versicherten angewandt, die bis zum 31. Dezember 2002 in der privaten Krankenversicherung versichert waren. Für alle Bürger, die bis zu diesem Datum nicht in der PKV Mitglied waren, gilt die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Befreiung von der Versicherungspflicht und damit die Möglichkeit, in die Private Krankenversicherung wechseln zu können, erfolgt bei Überschreiten dieser Arbeitsentgeltgrenze. Die Versicherungspflichtgrenze sollte nicht verwechselt werden mit der Beitragsbemessungsgrenze.

Wartezeit Private Krankenversicherung: Drei-Jahres-Frist

Wer als gesetzlich Versicherter von der GKV in die Private Krankenversicherung wechseln will, musste eine Wartezeit von drei Jahren, die sogenannte Drei-Jahres-Frist einhalten. Demnach musste der Versicherungsnehmer in drei aufeinander folgenden Jahren nachgewiesen haben, ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze bzw. Arbeitsentgeltgrenze erzielt zu haben. Erst nach dieser Wartezeit konnte die Befreiung von der Versicherungpflicht erlangt und ein Wechswel in die Private Krankenversicherung vorgenommen werden. Diese Frist wurde 2011 abgeschafft und auf ein Jahr verkürzt! Wer einen Wechsel in die PKV anstrebt, sollte ein Private Krankenversicherung Vergleich durchführen und die führenden Tarife auf Preis und Leistung testen, da die Beiträge für ähnliche Leistungen teilweise um einige hundert Euro je nach Versicherungskonzern schwanken.