Verlierer und Gewinner bei der privaten Krankenversicherung

Im Jahr 2013 waren zirka 8,89 Millionen Menschen in der privaten Krankenversicherung vollversichert. Das bedeutet einen Rückgang um 0,7 Prozent bzw. 66.300 Vollversicherte im Vergleich zum Vorjahr. Doch nicht alle Krankenversicherer haben weniger Versicherte zu verbuchen. Ein paar Anbieter konnten sogar zulegen.

Gewinner der PKV

Das Versicherungsjournal berichtet von den Gewinnern und Verlierern in der PKV-Branche. Während die Versicherer insgesamt wieder einen Rückgang der privat Krankenversicherten hinnehmen müssen, gibt es einige Gesellschaften, die neue Kunden gewinnen konnten. Allen voran ist dabei der Marktführer Debeka. Der Versicherer, der ohnehin schon die meisten Vollversicherten vorweisen kann, baut den Vorsprung weiter aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Debeka im Jahr 2013 28.085 mehr Vollversicherte. Auch die Axa kann mit 10.464 neuen Vollversicherten kräftig zulegen. Ebenfalls mit einem Plus von mindestens 1.000 Vollversicherten: Huk-Coburg, HanseMerkur, Signal, Continentale, R+V und Alte Oldenburger.

Diese Gesellschaften verlieren im Jahr 2013

Auf der anderen Seite stehen die Versicherer, die mehr Mitglieder verlieren als Neukunden gewinnen können. Die Central verliert ganze 38.355 Vollversicherte. Schon im Vorjahr hatte sie erhebliche Verluste verkraften müssen. Das Versicherungsjournal sieht die Ursache hier in einer Änderung der Unternehmensstrategie und den Rückzug aus dem Geschäft mit sehr günstigen, aber leistungsschwachen Tarifen.
Doch die Central ist nicht der einzige Verlierer. Die DKV verliert 25.335 und die Allianz 17.058 Vollversicherte. Auch die BBK (9.928 Vollversicherte weniger) und Gothaer (7.043) gehören zu den deutlichen Verlierern. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Gesellschaften, die ebenfalls einen Rückgang verzeichnen mussten.

Private Krankenversicherung zukunftsfähig?

Auch den Gewinnern der privaten Krankenversicherung dürften die allgemeinen Branchenzahlen nicht gefallen. Immer weniger Menschen entscheiden sich für eine PKV. Negative Schlagzeilen und lange Diskussionen um eine mögliche Einführung einer Bürgerversicherung im letzten Bundestagswahlkampf lassen auch die Personen, die problemlos in die PKV wechseln könnten, zögern.
 

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