Vereinigte IKK: Zusatzbeitrag 2011 kommt
Versicherte der Vereinigte IKK werden sich in Zukunft auf Mehrkosten für ihre gesetzliche Krankenversicherung einstellen müssen. Die GKV greift nach einem Beschluss des Vorstands vom Freitag zum Zusatzbeitrag. Mitglieder der Vereinigte IKK müssen demnach in Zukunft acht Euro pro Monat mehr ausgeben. Der Zusatzbeitrag wird zum ersten Mal im August 2011 fällig und rückwirkend ab April dieses Jahres von der GKV erhoben.
Zuwendungen aus Gesundheitsfonds nicht ausreichend
Als Grund für den Beschluss zum Zusatzbeitrag für die gesetzliche Krankenkasse gab die Vereinigte IKK nicht ausreichende Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds an.
Allerdings spiegelt sich darin nicht die individuelle Ausgabensituation wider. Daher können einige Krankenkassen mit den Zuwendungen gut leben. Andere gesetzliche Krankenversicherungen geraten dagegen in Schieflage. Und stehen vor einem Dilemma. Denn Erfahrungen zeigen, dass insbesondere junge Mitglieder den Zusatzbeitrag als Anlass zu einem Kassenwechsel innerhalb der GKV oder gar zu einem Wechsel in die private Krankenversicherung nehmen.
Sonderkündigung bei Zusatzbeitrag
Die Vereinigte IKK wird in den kommenden Wochen wahrscheinlich ihre Mitglieder über den Zusatzbeitrag informieren. Mit dem Schreiben über dessen Ankündigung haben die Versicherten auch die Chance auf einen schnellen, außerplanmäßigen Wechsel der Krankenversicherung. Denn mit der Einführung des Zusatzbeitrags lebt auch das Sonderkündigungsrecht für die Mitglieder der GKV auf.
Eine Möglichkeit, die insbesondere die Krankenkassen fürchten. Denn weniger Mitglieder belasten die Kassen. Aus diesem Grund will auch die Vereinigte IKK noch andere „strategische Optionen“ suchen. Und hofft darauf, den Zusatzbeitrag am Ende so noch zu umgehen. Für die Versicherten ein schwacher Trost. Denn ob sich als Lösung beispielsweise Partner für eine Fusion finden lassen, ist fraglich. Auf einen Zusatzbeitrag von 96 Euro pro Jahr sollten sich die Mitglieder der GKV aber einstellen. So auch die Vereinigte IKK auf eine Austrittswelle einiger Mitglieder entweder zu anderen gesetzlichen Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag oder in die Private Krankenversicherung.
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