Umfrage: GKV & PKV Versicherte zufrieden

Die Marktforscher der Marktforschungsgruppe GfK führten im Auftrag der „Apotheken-Umschau“ eine Umfrage zu Zufriedenheit der Versicherten mit den Krankenkassen durch. Das Ergebnis: Viele Versicherte – sowohl in der PKV wie auch der GKV – sind mit ihrer Krankenversicherung recht zu frieden und sehen derzeit nur wenig Anlass für den Wechsel.

Über 90 Prozent aller Versicherten sind zufrieden mit ihrer Krankenversicherung

Das Ergebnis dürfte selbst Experten überraschen, denn sage und schreibe 94 Prozent der gesetzlich Versicherten in Deutschland sind zufrieden mit ihrer Wahl und lediglich ein Prozent ist unzufrieden mit der Krankenversicherung.

Bei den privaten Krankenversicherungen ist das Ergebnis sogar noch deutlicher – hier sind gar 97 Prozent der Versicherten so zufrieden, dass sie einen Wechsel der PKV nicht in Betracht ziehen würden.

Es gibt aber nicht nur eitel Sonnenschein, vor allem in den gesetzlichen Krankenkassen wurden die Zusatzbeiträge bemängelt. Auch wenn für viele Kassenpatienten das Gesamtbild der Versicherungen stimmt, so sind doch für fast die Hälfte, 48 Prozent aller Befragten, die vielen und hohen Zusatzbeiträge verbesserungswürdig. Als weiterer Kritikpunkt wurden die umständliche Bürokratie und der Papierkram angeprangert. Für ein Drittel der Befragten war außerdem die Tatsache, dass Medikamente fast immer mit Zuzahlungen verbunden sind als störend.

Wenn KV-Wechsel, dann von jungen Versicherten

Das Ergebnis der Studie zeigt auch, dass trotz der starken Vereinfachung eines Wechsels in die PKV mit der Gesundheitsreform, welche zum 1. Januar in Kraft trat, die Wechselwilligkeit nicht zugenommen hat. Wobei hier auch die Problematik eines Rückwechsels und ein Nichtvorhandensein einer Familienversicherung berücksichtigt werden muss. Lediglich etwa sieben Prozent seien zu einem Wechsel in die PKV bereit und 81 Prozent gaben auch an in ihrer jetzigen Versicherung verbleiben zu wollen. In der PKV sieht es ähnlich aus. 82 Prozent wollen in ihrer Versicherung bleiben und nur sechs Prozent können sich einen Wechsel vorstellen.

Was besonders hervorgehoben werden muss, ist die Tatsache, dass es in der Altersverteilung enorme Unterschiede gibt. So konnten sich 90 Prozent der Befragten, die bereits das Rentenalter erreicht haben, einen Wechsel unter keinen Umständen mehr vorstellen. Bei Befragten zwischen 20 und 30 wären dagegen fast alle Befragten bereit, unter bestimmten Voraussetzungen einen Wechsel zu vollziehen.

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