Übergewicht als Risikofaktor für Asthma

Übergewicht bei Kindern gilt im Allgemeinen aufgrund der Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und den Bewegungsapparat als Risiko. US-Forscher haben inzwischen einen weiteren Grund entdeckt, warum Eltern auch das Gewicht ihrer Kinder achten sollten. In der Untersuchung entdeckten die Wissenschaftler ein höheres Risiko von Übergewichtigen für Asthma-Erkrankungen.

Dreimal so hohes Asthma-Risiko

In ihrer Studie untersuchten die Forscher der Henry Ford Klinik aus Detroit den BMI von Kindern im Alter zwischen sechs und acht Jahren.

In einer zweiten Untersuchung zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr nahmen die Forscher die Krankengeschichte der Probanden noch einmal unter die Lupe. Insbesondere das Auftreten von Atemwegserkrankungen war hier für die Wissenschaftler der Klinik von Interesse.

Das überraschende Ergebnis: Wer als Kind unter Übergewicht litt, hatte ein wesentlich höheres Risiko an Asthma zu erkranken als ein gesunder Studienteilnehmer. Bei den Jungen stieg das Risiko von durchschnittlich drei Prozent auf 11 Prozent. In der Gruppe der übergewichtigen Mädchen stieg der Anteil sogar auf 20 Prozent (Durchschnitt: zehn Prozent). Nach Aussage der Wissenschaftler war es unerheblich, ob bei den untersuchten Kindern ein erhöhter IgE-Serumspiegel vorlag.

Ursachenforschung zum Thema Asthma

Die Erkenntnisse der Forscher über den Zusammenhang zwischen Asthma und Übergewicht werfen natürlich Fragen auf. Insbesondere die Ursachenforschung und die Verbindungen zwischen der Atemwegserkrankung und dem hohen Körpergewicht dürften in den kommenden Jahren von Interesse sein. Ein möglicher Erklärungsansatz der Forscher bezieht sich auf den Einfluss von Entzündungsmediatoren, die im Fettgewebe entstehen. Welche Mechanismen sich noch hinter dem Zusammenspiel aus Asthma und Übergewicht verbergen können, ist derzeit allerdings noch nicht klar.

Asthma und Allergien

Bislang war Übergewicht als auslösender bzw. begünstigender Faktor eher unbekannt. Was dagegen schon seit einiger Zeit als Einflussfaktor gilt, sind Allergien. Insbesondere die jedes Jahr auftretende Pollenallergie kann – sofern sie unbehandelt bleibt – in ihrer Intensität und Wirkungsweise teils dramatisch zunehmen. Allergiker können parallel zum Heuschnupfen an Asthma bronchiale o. Ä erkranken.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr