Tschernobyl: Das strahlende Erbe

Während Japan auch Wochen nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami mit den Folgen rund um das AKW Fukushima kämpft, gedenkt die Welt am 26. April der Katastrophe im russischen Atommeiler Tschernobyl. Vor 25 Jahren explodierte am 26. April 1986 Block 4 des ukrainischen AKW. Und hielt die Welt über Monate in Atem. Die offensichtlichen Folgen der Katastrophe scheinen vergessen. Allerdings hält das strahlende Erbe weiter an.

Radioaktiver Fallout über Europa

Das eigentlich Erschreckende an der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war die Tatsache, wie weit sich die Wolke mit radioaktiven Partikeln verbreiten konnte, bevor die Weltöffentlichkeit davon erfuhr.

Erst Messungen in Schweden ließen die Öffentlichkeit aufhorchen. Was ist von der Radioaktivität heute noch übrig? Auch in Deutschland ist Tschernobyl zum strahlenden Erbe der 1980er Jahre geworden. Durch den strahlenden Niederschlag sind auch 2011 noch einige Landstriche zwischen Alpen und Nordsee stark belastet.

Insbesondere in Bayern, Franken und von Magdeburg bis Schwerin lassen sich nach wie vor hohe Cäsium 137 Werte messen. Besonders hoch sind die Belastungen nach wie vor in Bayern. Hier können im Boden auch 25 Jahre nach dem Unglück noch hohe Cäsium-Dosen gemessen werden. Über die Nahrungskette gelangt das radioaktive Cäsium in Wildschweine, die in Bayern als hoch belastet gelten.

Strahlendes Erbe über Jahrzehnte

Wann ist aber damit zu rechnen, dass die Belastung wieder auf Normalmaß zurückgeht? In den kommenden Jahren ist keine Entspannung in Sicht. Der Grund: Während radioaktives Jod innerhalb weniger Tage um die Hälfte zerfällt, hat Cäsium 137 eine Halbwertzeit von 30 Jahren. Daher rechnen Experten auch damit, dass selbst Deutschland noch lange die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl spüren wird.

Tschernobyl und die Gesundheitsfolgen

Über die Auswirkungen von Tschernobyl auf die Gesundheit in Deutschland streiten sich Experten. Auf der einen Seite steht die Ansicht, dass sich Strahlung inzwischen wieder ausreichend weit abgesunken ist. Auf der anderen Seite stehen Atomkraftgegner, die mithilfe von Studien den Gegenbeweis antreten wollen.

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