Trotz Beitragserhöhung PKV Kunden zufrieden

Trotz Beitragserhöhung der PKV, genießen private Krankenversicherungen bei ihren Kunden hohes Vertrauen. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens MSR Consulting zeigte, dass rund 60% aller privat Versicherten mit ihrer privaten Krankenversicherung vollkommen zufrieden oder aber zumindest zufrieden sind. Das mag angesichts der aktuellen Beitragserhöhungen vieler Tarife verwundern, überzeugen und punkten kann die PKV bei ihren Kunden durchweg mit dem Leistungsumfang und dem Service.

Gründe für die Unzufriedenheit mit dem Versicherer ist jedoch nicht, wie vielleicht zu erwarten, der Umfang der Versicherungsleistungen.

Dieser kann schließlich individuell angepasst und vertraglich vereinbart werden. Aus diesem Grund wird ein Versicherer mit umfangreichem Leistungspaket häufig nicht besser bewertet als ein Versicherer mit Selbstbehalt.

Unzufriedenheit mit Beitragserhöhung der PKV

Anlass zu Unzufriedenheit sind jedoch Beitragserhöhungen der PKV Tarife, die von den privaten Versicherungen regelmäßig vorgenommen werden und auch für das Jahr 2011 zu erwarten sind. Grundlage für diese Beitragsanpassungen sind vielfach steigende Kosten im Gesundheitswesen.

Der Unmut der Versicherten kann jedoch begrenzt werden, wenn die Beitragserhöhungen moderat erfolgen. Die Studie zeigt, dass mehr als 80% der Versicherten Verständnis aufbringen, wenn eine nur geringe Beitragserhöhung durchgeführt wird, die noch dazu von der Versicherung in einem Schreiben erklärt wird. In diesem Fall sowie aufgrund der zahlreichen gesundheitspolitischen Diskussionen der Vergangenheit werden Beitragserhöhungen durchaus akzeptiert.

Sprunghafte Beitragsanpassung verärgert Kunden

Anders sieht es aus, wenn die Versicherung jahrelang ihre Beiträge konstant hält, dann aber eine sprunghafte Erhöhung vornimmt. In diesem Fall sind fast 40% der Befragten unzufrieden. Werden die Beiträge gar in kurzen Zeitabständen stark erhöht, sind ca. 66% mit ihrem Anbieter unzufrieden und planen einen Krankenversicherung Wechsel. Ein solcher Versicherungswechsel ist mit zweimonatiger Frist möglich, alternativ kann ein außerordentliches Kündigungsrecht genutzt werden, wenn die Information über die Beitragserhöhung im Briefkasten liegt. In diesem Fall ist eine Kündigung mit einer Frist von zwei Wochen möglich.

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