TK-Gesundheitsreport: Erwerbslose erhalten die meisten Medikamente

Techniker Krankenkasse

TK Studie zu Medikamenten

Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeichnet ein umfassendes Bild von den Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse. Neben den Erwerbstätigen hat die GKV auch den Krankenstand der Erwerbslosen erfasst und kommt zu einem verblüffenden Ergebnis. In dieser Personengruppe ist die Zahl der Arztkontakte und abgegebenen Arzneimittel am höchsten.

Arbeitslose führen bei Medikamentenkonsum

Wie aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervorgeht, lagen im vergangenen Jahr Medien- und Geisteswissenschaftler mit 154 Tagesdosen beim Arzneimittelverbrauch am unteren Ende der Skala.

Eindeutig Spitzenreiter – vor allen anderen Berufsgruppen – waren allerdings Erwerbslose. Hier lag die Zahl der verordneten Dosen bei 254.

Selbst Berufe, in denen die Mitarbeiter sehr hohen Belastungen ausgesetzt sind, wie etwa Sicherheitspersonal, kamen im letzten Jahr mit deutlich weniger Medikamenten aus – nämlich 197 Tagesdosen. Eine Tatsache, die verblüfft. Gleichzeitig hat die Techniker Krankenkasse ein weiteres verblüffendes Ergebnis im aktuellen Gesundheitsreport präsentiert. Auch im Bereich der Arztkontakte führen die Erwerbslosen und stellen die versicherten Arbeitnehmer der GKV in den Schatten.

Ursache für Zahlen unklar

Aus dem Gesundheitsreport lässt sich klar ableiten, dass Erwerbslose nicht nur häufiger im Wartezimmer sitzen, sondern auch deutlich mehr Medikamente einnehmen. Eine Tatsache, welche die Frage nach den Ursachen aufwirft. An dieser Stelle kann leider auch die Techniker Krankenkasse keine genauen Aussagen treffen, da hierfür die Informationsbasis fehlt. Denkbar wäre aber der Umstand, dass die Erwerbslosigkeit eine erheblich psychische Belastung darstellt.

Auf der anderen besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Erwerbslosigkeit in einem nicht unerheblichen Teil der Fälle ihre Ursache in einer Krankheit hat. Um die Entwicklung in diesem Bereich eingehender zu beleuchten, wären weitere Nachforschungen notwendig. Da die Techniker Krankenkasse zu den großen deutschen Kassen im System der gesetzlichen Krankenversicherung gehört, genießen die Zahlen einen gewissen repräsentativen Charakter. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den Arzneimittelkonsum, sondern auch andere Punkte, wie die Zunahme bei den psychischen Erkrankungen, welche im letzten Jahr wieder zugelegt haben.

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