TK Gesundheitsreport 2011: Männer greifen öfter zu Medikamenten
Männer greifen öfter als Frauen zu Arzneimitteln. Zu diesem Schluss kommt der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse, den die GKV am Dienstag vorgestellt hat. Laut Gesundheitsreport fehlen Frauen dagegen häufiger am Arbeitsplatz, weil sie im Krankheitsfall eher einen Arzt aufsuchen, statt sich medikamentös selbst zu therapieren. Beide Geschlechter greifen übrigens am häufigsten zu Herz-Kreislauf-Medikamenten.
Frauen fehlen häufiger am Arbeitsplatz
Für den Gesundheitsreport hat die Techniker Krankenkasse die Daten von rund 3,5 Millionen Versicherten ausgewertet.
Das „starke Geschlecht“ ließ sich im vergangenen Jahr lediglich an 11,3 Tagen krankschreiben. Allerdings sollte diese Zahl nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei einer tatsächlichen Krankschreibung Männer etwas länger zu Hause blieben als Frauen. Die Erklärung: Da Männer sich öfter medikamentös selbst therapieren, sind die durchschnittlichen Fehlzeiten geringer.
Arzneimittelverbrauch steigt
Die deutliche Differenz im Bereich der Arztkontakte machen die Männer allerdings durch einen Anstieg im Bereich der Arzneimittel wett. Hier spricht der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse eine eindeutige Sprache. Insgesamt, so geht aus einer Analyse der verschriebenen Medikamente hervor, erhielten männliche Mitglieder der GKV für rund umgerechnet 184 Tage Arzneimittel. Damit könnten sie rein theoretisch jeden 2. Tag Medikamente einnehmen.
Besonders häufig sind unter den eingenommen Präparaten Mittel gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden, die etwa der Hälfte der Männer verschrieben worden. Arzneimittel gegen Stoffwechselstörungen lagen laut Techniker Krankenkasse auf Platz 2 – mit 14 Prozent. Wie aus den Daten der Krankenkasse hervorgeht, ist der Medikamentenkonsum bei den männlichen Versicherten in den letzten elf Jahren um fast ein Drittel gestiegen und hat inzwischen den Verbrauch der Frauen überholt.
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