Techniker Krankenkasse: Ausfälle durch Zahnerkrankungen steigen

Deutsche Arbeitnehmer fallen zunehmend aufgrund von Zahnerkrankungen aus. Dies geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervor. Besonders häufig sind Versicherte der gesetzlichen Krankenkasse in den Ländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt von Zahnproblemen betroffen, die zu Krankheitstagen führen. Ebenfalls führend sind die neuen Bundesländer in Bezug auf die Abgabe von Medikamenten.

Hohe Ausfallzeiten in Sachsen-Anhalt

Besonders hoch sind laut des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse die Ausfallzahlen aufgrund von Zahnerkrankungen in Sachsen-Anhalt.

Hier entfielen auf 1.000 Versicherte 67 Versicherte mit einer entsprechenden Krankschreibung. Damit liegt das ostdeutsche Bundesland deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit einem doppelt so hohen Krankenstand aufgrund von Zahnproblemen. Demgegenüber ist im Saarland die Quote am niedrigsten.

Im Saarland lag die Zahl der Versicherten, die wegen Zahnerkrankungen zu Hause blieben, bei gerade einmal 26. Jens Hennicke von der Landesvertretung Sachsen-Anhalt der Techniker Krankenkasse verwies darauf, dass die Ursache der deutlichen Unterschiede derzeit nicht bekannt sei. Gleichzeitig bestätigte Hennicke die Tatsache, wonach sich dieser Trend bereits im vergangenen Jahr angedeutet habe. Ein weiterer Unterschied zwischen Ost und West betrifft die Abgabe von Medikamenten. Hier ist Sachsen-Anhalt mit 209 Tagesdosen ebenfalls der Spitzenreiter.

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Der neue Gesundheitsreport der TK legt aber noch einen weiteren Fakt offen. Im Versichertenkollektiv der Techniker Krankenkasse sind die psychischen Krankheitsbilder auf dem Vormarsch. Gegenüber dem Jahr 2000 lag die Quote der Fehltage innerhalb der TK um rund 55 Prozent höher. Damit bestätigt der Gesundheitsreport die Entwicklung bei anderen gesetzlichen Krankenversicherungen, die ähnliche Beobachtungen machen.

Experten sehen besonders die stressbedingten psychischen Störungen auf dem Vormarsch. Gründe sind unter anderem die Belastungen am Arbeitsplatz, welche in der Vergangenheit deutlich zugenommen haben. Die Entwicklung dürfte dazu führen, dass in Zukunft auch die Medikamentenabgabe in diesem Bereich steigen und damit höhere Kosten im gesamten System der GKV verursachen wird.

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