Studie: Krankenstand im ersten Halbjahr 2011 gestiegen
Die deutsche Bevölkerung ist in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres häufiger krank gewesen als im Vergleichszeitraum 2010. Dies geht aus einer Untersuchung der DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) hervor. So waren die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung durchschnittlich 6,5 Tage krank, was einen Zuwachs beim Krankenstand bedeutet.
Mehr Atemwegs- und psychische Erkrankungen
Laut der Deutschen Angestellten Krankenkasse haben unter anderem die psychischen Erkrankungen zugenommen.
Schließlich könnte für eine Krankschreibung die Erkältung, der grippale Infekt oder auch ein Asthma Bronchiale, ausgelöst durch die Pollenallergie im Frühjahr, verantwortlich sein. Relativ deutlich haben dagegen die psychischen Leiden zugenommen. Verzeichnete die DAK hier im letzten Jahr noch einen Krankenstand von gerade einmal 67 Tagen, stieg die Zahl auf 88 Tage, was einen Anstieg von mehr als 30 Prozent bedeutet.
Zahlen für 2011 nicht repräsentativ
Wie sollten die Zahlen zum Krankenstand bewertet werden? Herbert Rebscher, Chef der Deutschen Angestellten Krankenkasse, warnte vor einem voreiligen Schluss auf das ganze Jahr. Gerade im Bereich der Atemwegserkrankungen spielt nach Ansicht Rebschers der Winter eine Rolle. Eindeutiger ist allerdings die Entwicklung bei den psychischen Leiden. Hier prognostizieren Experten eine stetige Zunahme.
Mit insgesamt 12,7 Prozent liegen sie im Gesamt-Krankenstand der DAK aber nicht an der Spitze, sondern auf Platz 4. Unangefochten auf Platz 1 in der Statistik zum Krankenstand liegen nach wie vor die Erkrankungen des Skeletts sowie der Muskeln. mit 20,7 Prozent. Für die Studie hat die Deutsche Angestellten Krankenkasse die Daten von 2,3 Millionen erwerbstätigen Versicherten untersuchen lassen.
Update März 2012:
Aktuelle Ergebnisse zum gesamten Krankenstand aus 2011 gibt es hier. Durch die gestiegenen Fehlzeiten entstehen auch für die Krankenversicherungen deutliche Mehrkosten. Ein Viertel aller Versicherten nutzten 2011 bis zu vierzig Mal die ärzlichen Leistungen, während ebenfalls nur ein viertel max. vier Mal im Jahr zum Arzt gehen, so die “FAZ”.
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