Studie: Führungskräfte leiden unter Schlafmangel

Schlafmangel macht Führungskräften zu schaffen

Führungskräfte leiden unter Schlafmangel

Führungskräfte werden in den Augen vieler Bürger mit hohen Gehältern belohnt. Dass Spitzenkräfte aber auch einen Raubbau an der eigenen Gesundheit betreiben, belegt eine aktuelle Studie. Deren Ergebnis: In den Führungsetagen herrscht chronischer Schlafmangel. Im Durchschnitt schlafen Spitzenkräfte gerade einmal sechs Stunden und zehn Minuten. Aus Sicht vieler Experten ist dass eindeutig zu wenig.

Deutliches Schlafdefizit hat Folgen

Eigentlich müssten die Entscheider aus Wirtschaft und Politik bis zu sieben Stunden schlafen, um wirklich fit für den Alltag und wichtige Entscheidungen zu sein.

Allerdings spricht die Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach eine andere Sprache. In den Führungsetagen wird nicht nur zu wenig geschlafen – auch die Entscheidungen fallen oft in einem Klima, das deutlich vom Schlafmangel geprägt ist.

Viele der Befragten klagten darüber, dass sie sich unausgeschlafen fühlten. Am höchsten war die Zahl derer, die über den Schlafmangel klagten, übrigens bei den befragten Politikern – mit 61 Prozent. In der Wirtschaft beschwerten sich dagegen nur 49 Prozent über zu wenig Schlaf. Die öffentliche Verwaltung liegt mit 57 Prozent dazwischen. Welche Folgen hat der Schlafmangel aber? Mehr als die Hälfte – nämlich 57 Prozent aller Teilnehmer an der Umfrage – gab an, durch den Schlafmangel in den Entscheidungen beeinflusst worden zu sein.

Schlafmangel: Erhebliche gesundheitliche Folgen

Ein erhebliches Schlafdefizit hat aber nicht nur für die tägliche Arbeit der Betroffenen Folgen. Auch die Gesundheit leidet teilweise erheblich unter dem Schlafmanngel. So steigt Untersuchungen zufolge die Konzentration von Stresshormonen, Stoffwechselvorgänge verschieben sich und das Immunsystem leidet unter dem Schlafdefizit. In Kombination mit einem hohen Stresslevel können stresstypische Krankheitsbilder entstehen.

Parallel dazu verändert sich die Psyche der Betroffenen. Sie werden nervöser, schreckhaft, sind leichter reizbar und neigen schneller zu Konzentrationsschwächen. Letzteres kann gerade in den Chefetagen deutscher Konzerne oder bei Spitzenpolitikern fatale Folgen haben. Für die Untersuchung im Auftrag des Magazins „Capital“ befragte das Allensbach-Institut 519 Personen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung.

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