Steuererklärung 2015: PKV-Beiträge von der Steuer absetzen

Viele Privatversicherte haben nur noch bis 31. Mai 2016 Zeit, ihre Steuererklärung für 2015 einzureichen. Dabei können sie die Beiträge zur privaten Krankenversicherung unter dem Punkt Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen. Darunter fallen auch die Beiträge zur Pflegeversicherung und für andere ergänzende Absicherungen.

Mit dem Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen aus dem Jahr 2010 können Krankenversicherte mit einer privaten Krankenversicherung ihre Beiträge in der Steuererklärung absetzen. Allerdings besteht die Möglichkeit nur für die sogenannte Basisversicherung – also Kosten für Leistungen, die dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Private Krankenzusatzversicherungen können daher in der Regel nicht steuerlich geltend gemacht werden. Wer beispielsweise 280 Euro pro Monat für seine private Krankenversicherung zahlt, davon jedoch nur 220 Euro auf den Basisschutz entfallen, könnte für das gesamte Jahr über 2.6000 Euro steuerlich geltend machen. Jedoch berücksichtigt das Finanzamt nur unter bestimmten Umständen die gesamte Summe.

PKV-Beiträge in der Steuererklärung eintragen

Vorsorgeaufwendungen wie die Krankenversicherung können Steuerzahler nicht unbegrenzt von der Steuer absetzen. Für Arbeitnehmer, Rentner und Beamte gilt die Höchstgrenze von 1.900 Euro. Für Selbstständige liegt sie bei 2.800 Euro. Anhand dieser Summe zeigt sich, dass Privatversicherte – abhängig von ihrem PKV-Beitrag – meist nur einen Teil der Kosten für ihre Krankenversicherung steuerlich absetzen können, da die Höchstgrenze schnell erreicht ist. Falls nicht, besteht die Möglichkeit, Beiträge unter anderem zur Pflege-, Berufs-, Unfall- oder Haftpflichtversicherung anzugeben.

Bald muss die Steuererklärung erst Ende Juli eingereicht werden

Auch wenn die Frist für die Abgabe der Steuererklärung 2015 schnell näher rückt, haben Steuerzahler zumindest in Zukunft mehr Zeit für die Ausfertigung. Denn der Bundestag hat beschlossen, den Abgabezeitraum auf Ende Juli zu verlängern. Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt, darf sich dann bis zu 14 Monate statt bisher 12 Monate Zeit lassen. Diese Fristen gelten allerdings erst für den Besteuerungszeitraum 2018. Gleichzeitig wird eine Gebühr für zu spät abgegebene Steuererklärungen eingeführt. Pro Monat werden 25 Euro fällig.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr