Sterberate bei Neugeborenen sinkt langsamer
Einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge, sinkt die Neugeborenen Sterberate in Entwicklungs- und Schwellenländern sehr langsam. Für die Studie wurden von der WHO die Zahlen von 193 Ländern der Erde ausgewertet, welche über die vergangenen 20 Jahre gesammelt wurden. Die Ergebnisse der am 30. August 2011 in Genf veröffentlichten Studie zeigen eine positive Entwicklung in China, leider aber kaum Fortschritte in Afrika.
Fast nur Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen
Für die Studie sind alle Neugeborenen, welche die ersten vier Lebenswochen nicht überlebt haben, berücksichtigt worden.
Auch wenn insgesamt eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist, liegen die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurück. Im Jahr 1990 starben nach WHO Angaben 4,6 Millionen Neugeborene, im Jahr 2009 noch 3,3 Millionen. Als größte Risiken für die Säuglingssterblichkeit gelten Frühgeburten, Atem- und Kreislaufnot und schwere innere Erkrankungen wie z. B. Blutvergiftungen und Lungenentzündungen.
Indien liegt an der Spitze
Die trotz allem positive Entwicklung ist nach Erkenntnissen des Medizinjournals „PLoS Medicine“ der großen Bemühungen der UNO zu verdanken, die mit ihren Millenniumszielen die Entwicklung gefördert hat. Auch wenn die Ziele nicht vollständig erreicht worden sind, besonders in Afrika herrscht Nachholbedarf, machen die Ergebnisse Mut.
An der Spitze liegt allerdings kein afrikanisches Land, sondern Indien. Hier ist mit 900.000 verstorbenen Neugeborenen knapp ein Drittel aller Todesfälle zu verzeichnen. Eine positive Entwicklung kann China verbuchen, hier sank die Rate seit 1990 von 23 auf 11 Todesfälle pro 1.000 Neugeborenen. In Afrika sieht die Situation anders aus, hier sinkt die Rate der Sterblichkeit bei Neugeborenen jährlich nur um ein Prozent. Dies würde bedeuten, dass eine Kindersterblichkeitsrate auf dem Niveau der westlichen Industrienationen erst in über 150 Jahren zu erwarten ist.
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