Semesterbeginn: Krankenversicherung für Studenten

Am 1. Oktober 2013 startet das Wintersemester 2013/2014. Erstsemester müssen zum Studienbeginn auch an ihre Krankenversicherung denken. Die Bundesregierung informiert daher pünktlich zum Semesterbeginn über die Krankenversicherung für Studenten.

Studenten: Gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Rechtzeitig zum Beginn ihres Studiums sollten junge Menschen sich um ihre Krankenversicherung kümmern. Sie haben die Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für Studenten. Die Entscheidung, die sie zu Beginn ihres Studiums treffen, ist allerdings für die gesamte Studiendauer bindend. Daher ist es ratsam, sich frühzeitig über die einzelnen Vor- und Nachteile von gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu informieren.

Beitragsfrei in die Familienversicherung

Viele junge Akademiker sind noch bei ihren Eltern familienversichert. Die Familienversicherung kann bis zum 25. Lebensjahr in Anspruch genommen werden und hat den Vorteil, dass Studenten die gesetzlichen Kassenleistungen kostenfrei erhalten. Ein Nachteil dieser Krankenversicherung kann sein, dass Studenten mit einem Job pro Monat maximal 385 Euro beziehungsweise bei einem Minijob 450 Euro verdienen dürfen.

Gesetzliche studentische Krankenversicherung

Studenten, für die die Familienversicherung nicht möglich ist, können sich bei einer gesetzlichen studentischen Krankenkasse versichern. Hier gilt ein einheitlicher Beitrag für alle Studenten: Sie zahlen monatlich 64,77 Euro für die Krankenversicherung. Dazu kommt ein monatlicher Beitrag für die Pflegeversicherung, der 12,24 Euro beziehungsweise 13,73 Euro für Kinderlose ab 23 Jahre beträgt. Von diesen sehr niedrigen Kosten für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung können Studenten maximal bis zum 14. Semester oder bis zum 30. Lebensjahr profitieren.

Studententarif in der privaten Krankenversicherung

Auch viele private Krankenversicherungen bieten Studententarife an. Im Gegensatz zu vielen anderen Personengruppen in Deutschland können Studierende daher auch die umfangreichen Leistungen der privaten Anbieter erhalten. Eine private Krankenversicherung kann deutlich mehr Kosten für die Gesundheitsversorgung übernehmen als die gesetzlichen Kassen und zahlt zum Beispiel auch dann zu, wenn der Versicherungsnehmer eine neue Brille oder Kontaktlinsen benötigt.

Persönliche Beratung ist unerlässlich

Gerade für junge, gesunde Menschen kann die private Krankenversicherung zudem besonders günstig sein. Vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung sollten angehende Studenten sich stets persönlich und anbieterunabhängig beraten lassen, um einen geeigneten Tarif für ihre individuelle Lebenssituation zu finden. Die Beratung ist in aller Regel kostenfrei und unverbindlich.  

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