Selbstmedikamentation bei Kopfschmerz und Schlaflosigkeit gefährlich

Eine durch das Institut für Demoskopie in Allensbach durchgeführte Studie hat nachgewiesen, dass sehr viele Patienten in Deutschland bei kleineren Unpässlichkeiten ein Medikament in der Apotheke kaufen, ohne dass sie vorher einen Arzt besucht haben. Während Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung rezeptfrei erhältliche Medikamente grundsätzlich selbst bezahlen müssen, sehen die Tarife in der privaten Krankenversicherung überwiegend auch die Erstattung der Kosten für diese vor.

Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen häufigste Selbstmedikation

Der Kauf rezeptfreier Medikamente ist nach Auffassung für die Interpretation der Studie befragter Mediziner nicht unproblematisch. Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zu schweren Leberschäden führen und auch eine Sucht auslösen.

Paradoxerweise stellen Kopfschmerzen eine sehr häufige Folge des übermäßigen Konsums von Schmerzmitteln dar.
Des Weiteren wird der Konsum von Schlafmitteln kritisch betrachtet. Neben möglichen Nebenwirkungen führt der Konsum dieser Mittel dazu, dass der psychische Grund für die Schlaflosigkeit nicht behandelt wird.
Am kritischsten ist jedoch die nicht kontrollierte zeitgleiche Verwendung freiverkäuflicher und verschriebener Arzneimittel, da mögliche Wechselwirkungen nur von sehr wenigen Patienten beachtet werden.
Um eine optimale Versorgung mit Medikamenten zu gewährleisten, ist ein Gespräch mit dem Arzt auch über rezeptfreie Medikamente sinnvoll. Alternativ kann in vielen Apotheken ein persönliches Konto geführt werden, so dass alle verschriebenen und verkauften Medikamente registriert werden, so dass der Apotheker auf Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen hinweisen kann.

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