Schweinegrippe aktuell: Pneomokokken und Streptokokken erhöhen Todesgefahr

Die neue Grippe, die umgangssprachlich auch als Schweinegrippe bezeichnet wird, ist aus den Medien nahezu vollkommen verschwunden. Dennoch geben Experten für das H1N1 Virus noch keine Entwarnung, denn noch immer erkranken Menschen hieran.

Die Schwere der Grippe-Erkrankung ist dabei meist abhängig von eventuellen Vorerkrankungen. Bekannt war bereits, dass chronische Erkrankungen wie beispielsweise Asthma oder Diabetes mellitus sowie Adipositas eine ansonsten leichte Erkrankung zu einer gefährlichen Grippe-Erkrankung werden lassen. Neu wurde jedoch herausgefunden, dass noch ein weiterer Risikofaktor eine schwere Erkrankung auslösen kann: Pneumokokken. Viele Menschen sterben daher an einer saisonalen Grippe-Erkrankung aufgrund des Zusammenspiels mehrerer Erreger, wobei der häufigste Erreger der Streptococcus pneumoniae ist.


Wie auch bei der üblichen saisonalen Grippe gilt auch diese für die neue Grippe. Forscher der Columbia University in New York City untersuchten dabei die häufigen Todesfälle in Argentinien, die mit dem H1N1 Virus in Verbindung gebracht wurden. In Argentinien starben an der Neuen Grippe rund 4,5 Prozent der Erkrankten, in Mexiko hingegen nur rund 0,6 Prozent. Wurde anfänglich eine neue Virusvariante vermutet, musste dieser Verdacht schnell fallen gelassen werden, denn die Virusgene waren in Argentinien die gleichen wie in Mexiko. In Argentinien hingegen waren die Nasenschleimhäute sehr häufig mit Streptococcen besetzt, die vermutlich die Schwere der Erkrankung verursachten. Ob und in welchem Umfang eine frühe antibiotische Therapie den schweren Verlauf der Erkrankung abmildern oder gar verhindern kann, wird noch untersucht.
Auch in Deutschland besteht nach wie vor die Möglichkeit, sich gegen die Neue Grippe impfen zu lassen, wobei nur ein geringer Teil der Bevölkerung hiervon Gebrauch macht. Die Kosten werden natürlich wie bei jeder anderen Impfung auch von den Krankenkassen getragen.

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