Schweinegrippe aktuell: Länder müssen nicht alle Impfstoffe zahlen

Der Schweinegrippe-Erreger, der im Sommer und im Herbst 2009 die Welt in Atem hielt, hat sich glücklicherweise nicht zu einer weltweiten Pandemie entwickelt. Und dies, obwohl die zahlreichen Impfstoff-Dosen, die beispielsweise auch von Deutschland bestellt wurden, überhaupt nicht eingesetzt wurden. Viele Menschen hatten nämlich von einer Impfung abgesehen, da der Impfstoff Berichten zufolge wohl noch nicht ausgereift war, auch wurde die Schwere der Grippepandemie als gering eingeschätzt.

Viele Bundesländer in Deutschland hatten allerdings damit gerechnet, dass sich ein Großteil der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe-Impfung impfen will und hatten daraufhin große Mengen an Impfdosen bestellt. Dabei wurden rund 50 Millionen Impfdosen im Gesamtwert von 416,5 Millionen Euro bei den Pharma-Konzernen bestellt, benötigt wurden aber wohl nur die Hälfte dieser Megen. Da diese nun aber nicht abgerufen wurden, müssen die Länder in Verhandlungen mit den Pharma-Konzernen treten, um die zu viel bestellten Dosen zu stornieren. Ob und in welchem Umfang dies überhaupt möglich ist, muss jetzt bei einem Treffen von Impfherstellern und den Gesundheitsministern der Länder verhandelt werden.

Beitragsvergleich Krankenkasse
Die günstigsten Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen

PKV Vergleich
Individueller Computervergleich Private Krankenversicherung kostenlos

Krankenzusatzversicherung
Trotz GKV "Patient 1.Klasse" werden!

Die Krankenkassen hingegen sind lediglich verpflichtet, die Kosten der Impfungen für ihre Versicherten zu übernehmen. Die Zahlung der Krankenkassen wird jedoch erst dann fällig, wenn die Impfung auch tatsächlich erfolgt ist. Schätzungen zufolge wurden bis jetzt rund acht Millionen Menschen in Deutschland geimpft, diese Kosten haben die Krankenkassen auch vereinbarungsgemäß übernommen.
Noch während der Verhandlungen der Pharma-Konzerne mit den Gesundheitsministern warnte das Robert-Koch-Institut jedoch erneut vor einer zweiten Grippewelle, so dass der Impfstoff nach Ansicht der Experten weiter benötigt wird. Die zweite Grippewelle wird daraufhin wohl im Februar und März 2010 erwartet.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr