Schwangerschaft: Rauchen belastet Kinder über Jahre

Rauchen während der Schwangerschaft gilt bereits seit Jahren als Risikofaktor für die ungeborenen Kinder. Forscher Universität Sydney haben nun herausgefunden, dass das Rauchen von Zigaretten während der Schwangerschaft zu einer Belastung für den Nachwuchs über Jahre wird und die Gesundheit erheblich beeinträchtigt. Es steigt die Gefahr für betroffene Kinder, eher an Arteriosklerose zu erkranken, da wichtige Proteine im Blutkreislauf fehlen.

Spätfolgen bei Achtjährigen nachweisbar

Wie gefährlich das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft sein kann, haben die Forscher an 405 Probanden nachgewiesen.

An den Achtjährigen untersuchten sie das High-Density-Lipoprotein oder kurz HDL. Letzteres übernimmt im Stoffwechsel eine wichtige Funktion, es transportiert überschüssiges Cholesterin zur Leber. Damit beugt HDL unter anderem einer frühen Verkalkung der Blutgefäße, der sogenannten Arteriosklerose, vor.

Durch das Rauchen wird die Produktion dieses High-Density-Lipoproteins beeinträchtigt. Gegenüber Neugeborenen, deren Mütter nicht rauchten, ist die Konzentration im Blut von „Raucherkinder“ wesentlich niedriger. Dieser Effekt hält – wie die Studie der Forscher um Julian Ayer zeigt – nicht nur in den ersten Lebensmonaten, sondern gar über Jahre an. Bei den Achtjährigen, die Julian Ayer und ihre Kollegen untersuchten, ließ sich im Durchschnitt immer noch ein um 15 Prozent (gegenüber dem Normwert) niedrigerer HDL-Wert messen.

Rauchen gefährdet die Gesundheit

Rauchen ist also nicht nur für die Mütter ein erheblicher Risikofaktor. Auch die Kinder leiden noch über Jahre darunter und müssen vielleicht sogar mit einem höheren Infarkt- und Schlaganfallrisiko leben. Denn Arteriosklerose gilt als einer der Auslöser für diese Krankheiten. Aus ihren Untersuchungen leiten die Wissenschaftler auch ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten ab. Und noch eine Tatsache sollte zum Nachdenken anregen. Nach Ansicht einiger Wissenschaftler ist es sogar denkbar, dass sich der HDL bis zum Erreichen des Erwachsenenalters nicht mehr normalisiert.

Mütter, die in der Schwangerschaft rauchen, bürden ihren Kindern damit eine erhebliche Last auf – auch wenn sie noch nicht geboren sind. Und selbst wenn sich durch eine gesunde Ernährung, Sport und der Verzicht auf Alkohol oder Nikotin die Auswirkungen des Rauchens auf die Kinder abmildern lassen – am besten ist es immer noch, gar nicht zu rauchen.

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