Schlaganfall: Vorbeugen gegen Hirninfarkt mit Kaffee

Kaffee gilt allgemein als eher ungesund. Allerdings scheint eine schwedische Langzeitstudie jetzt darauf hinzudeuten, dass der Konsum von Kaffee dem Schlaganfall vorbeugen kann. Die Forscher untersuchten seit 1997 mehrere zehntausende Frauen. Und fanden dabei heraus, dass in der Gruppe Kaffee trinkender Frauen das Risiko für den Hirnschlag um rund ein Viertel abnahm.

Kaffee – der unterschätzte Gesundbrunnen?

In der Bevölkerung wird der Genuss von Kaffee immer noch negativ betrachtet.

Schuld daran sind frühere Lehrmeinungen, wonach das schwarze Getränk als Risiko für das Herz-Kreislauf-System galt. Inzwischen scheint die Medizin diese Tatsache allerdings revidieren zu müssen. Denn nicht nur die Langzeitstudie aus Schweden zeichnet ein anderes Bild vom Kaffee. Moderater Konsum scheint nicht nur bei Frauen das Risiko für den Schlaganfall zu verringern.

Auch auf Leberkrebs und Diabetes scheint Kaffee einen positiven Effekt zu haben. Seitens der schwedischen Forscher wurden allein in den Jahren zwischen 1997 und 2008 rund 35.000 Probanden zwischen 49 und 83 untersucht. Das Ergebnis: Frauen, die regelmäßig mindestens eine Tasse Kaffee pro Tag tranken, waren einem um 25 Prozent niedrigeren Risiko ausgesetzt, an einem Schlaganfall zu erkranken. Unterm Strich erlitten 1.700 Teilnehmer der Studie einen Hirninfarkt

Schlaganfall häufige Todesursache bei Frauen

Für Frauen sind die Studienergebnisse von besonderer Bedeutung. Gilt der Hirninfarkt doch als eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen. Bei Männern liegen dagegen Herzinfarkt und Krebsleiden mit auf den Spitzenplätzen. Als Ursache für die positive Wirkung von Kaffee gelten die antioxidativen Eigenschaften des schwarzen Getränks. Neben Kaffee wird diese Wirkung auch Tee zugeschrieben. Damit beide Getränke ihr Potenzial aber voll ausspielen können, kommt es auch auf die Rahmenbedingungen – wie einen gesunden Lebensstil – an.

Gesunde Lebensweise wichtig

Eine Tatsache, die insbesondere beim Kaffeetrinker einen Teil der Wirksamkeit zunichtemacht. Denn wer Kaffee in großen Mengen konsumiert, pflegt oft einen ungesunden Lebensstil mit hohem Stresslevel, ungesunder Ernährung usw. Kommen dann noch Risikofaktoren wie das Rauchen oder mangelnde Bewegung dazu, kann auch die antioxidative Wirkung von Kaffee oder Tee kaum noch etwas ausrichten. Übrigens: Obst und Gemüse wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben.

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