Schlafstörung: Millionen leiden darunter

In Deutschland leiden vier Millionen Menschen unter den Auswirkungen einer Schlafstörung. Diese Zahl geht aus einer Hochrechnung der Techniker Krankenkasse TK hervor. Der Erhebung zufolge ist die Zahl derer, die nicht richtig schlafen, auch im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Entsprechend ist der Konsum von Schlafmitteln in Deutschland gestiegen.

Gesunder Schlaf für 5 Prozent schwierig

Ein gesunder und erholsamer Schlaf ist die Grundvoraussetzung für eine hohe Leistungsfähigkeit im Alltag.

Allerdings kommen rund fünf Prozent der Deutschen nicht oder nur schwer zur Ruhe. Die Techniker Krankenkasse hat jetzt Zahlen zu dem Problem vorgestellt. Und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

Laut der gesetzlichen Krankenkasse, die mit rund 7,6 Millionen Versicherten (Stand: September 2010) knapp 10 Prozent der gesetzlich Versicherten absichert, liegt die Zahl der Verbraucher mit Schlafstörungen bei rund Millionen. Allein im Versicherungskollektiv der TK sind die Fallzahlen von 250.000 (2009) auf 400.000 Fälle im vergangenen Jahr gestiegen. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der gesetzlich Versicherten ergeben sich daraus die ca. vier Millionen Betroffenen.

Konsum von Schlafmitteln steigt

Entsprechend dieser Entwicklung legt auch der Griff zu Schlafmitteln zu. Deutschlandweit sollen Berechnungen zufolge 1,4 Millionen Menschen zu entsprechenden Medikamenten greifen. Insbesondere scheinen ältere Generationen davon betroffen. Rund 50 Prozent derer, die zu Schlafmitteln greifen, sollen über 60 Jahre alt sein. Allerdings ist die Einnahme der Einschlafhilfen nicht ungefährlich, wenn der Wirkstoff auch am Tag danach nachwirkt und das Reaktionsvermögen reduziert.

Ursachen für Schlafstörungen vielfältig

Die Auslöser einer Schlafstörung können vielfältig sein. Stress, ob im Beruf oder im Privatleben, gilt als eine Ursache. Aber auch Erkrankungen können Auslöser sein, genauso wie übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum. Das berühmte Glas Wein zum Einschlafen ist übrigens kontraproduktiv, da der Alkohol den Schlafrhythmus stört.

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