Rettung der City BKK doch möglich? Erste Krankenkassen Fusion

Rettung durch Fusion der City BKK möglich. BKK für Heilberufe und Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) vor Zusammenschluss

Der gestrige Donnerstag sollte Klarheit über die Zukunft der angeschlagenen gesetzlichen Krankenversicherung City BKK bringen. Doch bis heute steht nicht fest, ob es zur Schließung oder zu einer „Rettung“ durch Fusion mit einer anderen BKK Krankenkasse kommen soll. Währenddessen verdichten sich die Anzeichen für eine Fusion der BKK für Heilberufe mit der Gemeinsame Betriebskrankenkasse GBK. Hier könnten im Bereich der Kundenbetreuung und der gesamten Verwaltung sowie im Vertrieb Kosteneinsparungen in Millionenhöhe realisiert werden. Nachdem die kleine City BKK ihre Überschuldung im Rahmen der gesetzlichen Schadensminimierungspflicht gemeldet hatte, wurden ähnliche Schwierigkeiten auch bei der BKK für Heilberufe und der GKB bekannt. Da der finanzielle Schaden durch die anderen Krankenkassen im Verbund getragen werden muss, befürchten die Kassen-Manager ein Dominoeffekt in noch unbekannter Dimension.

Folgen für Versicherte durch Insolvenz der Krankenkassen?

Mit welchen Folgen haben Versicherte Mitglieder bei Insolvenz oder Schließung der Krankenkasse zu rechnen? Die versicherungstechnischen Risiken sind nicht gegeben, d.h., die Mitglieder werden einfach anderen Krankenkassen zugewiesen und haben unterbrechungsfreien Versicherungsschutz. Das gleiche geschieht in Folge einer möglichen Fusion. Im Falle einer Schliessung werden die Versicherten durch ihre Krankenkasse hierrüber benachrichtigt. Dann heisst es, sich möglichst schnell nach einer anderen gesetzlichen Krankenkasse umsehen und zu wechseln. Nur wer sich aktiv um eine neue Krankenversicherung bemüht, hat die Wahl zwischen den hunderten Kassen. Anderenfalls werden Mitglieder entweder durch den Arbeitgeber oder den jeweiligen Rentenanstalten einer Krankenkasse zugewiesen.

Wechsel in die Private Krankenversicherung – Vorsicht: erst PKV Test Vergleich dann KV Wechsel

Mit jeder Insolvenz einer gesetzlichen Kasse wird sich der Trend hin zum Wechsel in die private Krankenversicherung verstärken. Allerdings kann nicht jeder gesetzlich Versicherte in die PKV wechseln. Lediglich Selbständige, Freiberufler und Beamte können eine private Krankenversicherung ohne Voraussetzungen abschliessen. Angestellte und Arbeitnehmer allerdings können erst in die PKV wechsel, wenn sie ein Einkommen von mindesten 49.500 Euro im Jahr nachweisen können. Doch bevor ein Wechsel zu einer privaten Krankenkasse vollzogen wird, sollte vorher ein PKV Vergleich der zahlreichen Gesellschaften und der Krankenversicherungstarife durchgeführt werden. Je nach Anbieter bestehen nämlich teils sehr große Preisunterschiede. Zudem ist eine Bedarfsanalyse bei der Zusammenstellung der Leistungen sinnvoll. Mit einem Private Krankenversicherung Test können sowohl die jeweiligen Testsieger der PKV verglichen werden als auch eine sinnvolle Zusammenstellung der Leistungen und damit ein optimales Preis- Leistungsverhältnis realisiert werden.

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