Prostatakrebs: Gentest identifiziert aggressive Tumore

Gentest identifiziert Prostatakrebs Tumoren

Aggressiver Tumor durch Gentest identifiziert

Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Jedes Jahr kommen rund 60.000 neue Diagnosen hinzu. Das Problem: Welchen Verlauf der Krebs nimmt, lässt sich seitens der Ärzte oft nicht genau einschätzen. Ein neuer Gentest könnte dies nun ändern. Entwickelt haben die neue Methode Wissenschaftler aus den USA und setzen große Hoffnungen in den Krebs-Test.

Prostatakrebs – gefährliches Männerleiden

Wer heute aufmerksam durch den Alltag geht, hat sicher schnell das Gefühl, Krebserkrankungen sind seit Jahren auf dem Vormarsch.

Einige Diagnosen tauchen besonders häufig auf. Frauen erkranken oft an Brustkrebs, bei Männern ist dagegen der Tumor an der Prostata besonders häufig. Das Problem dieses besonderen Krebstyps ist die Tatsache, dass seitens der Medizin eine Heilungsprognose oft nicht sicher abzugeben ist. Hintergrund: Der Prostatakrebs lässt sich in seinem Risikopotenzial nur schwer einschätzen.

Während einige Tumore relativ langsam heranwachsen, können sich andere wiederum schnell und aggressiv ausbreiten. Die behandelnden Ärzte stecken in einer Zwickmühle und schlagen daher mit allen Mitteln gegen den Krebs zurück. Forscher aus den USA haben jetzt ein Verfahren entwickelt, wie sich der Tumor besser einschätzen lässt. Mit dem Gentest konnten die Mediziner die Zuverlässigkeit der Vorhersagen auf mehr als 90 Prozent steigern.

Wissenschaftler isolieren aggressive Gene

Für ihren Test benutzen die Forscher vier Gene, die unter anderem steuern, wie aggressiv der Tumor vergeht. Erst an Mäusen getestet, gelang die Übertragung auf den Menschen. Für sich genommen ist das Verfahren nur ein kleiner Baustein in der Therapie von Prostatakrebs. Erst in Kombination mit allen Risikofaktoren und Prognosen entwickelt der Test sein volles Potenzial. Fachärzte verfolgen die Entwicklung des Gentests mit Interesse.

Neben der Möglichkeit, die Aggressivität des Tumors vorherzusagen, lassen sich aus den Ergebnissen auch Hinweise ableiten, welche Behandlungen das größte Potenzial entfalten können. Angelo DeMarzo an der Johns Hopkins Universität/Baltimore bezeichnete den Test als „erstaunlichen, extrem interessanten und viel versprechenden Ansatz“.

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