Private Krankenversicherung versucht Kosten zu sparen

Ebenso wie die gesetzlichen Krankenkassen geraten auch die privaten Krankenversicherer zunehmend in Finanzierungsschwierigkeiten. Die Gründe hierfür sind zum einen die höheren Kosten für Arztbehandlungen, insbesondere bei der Anwendung moderner Medizintechnik. Aber auch bei Arzneimitteln und Zahnersatz fallen pro Jahr immer höhere Kosten an.

PKV sucht nach Möglichkeiten der Kostenersparnis

Um diese Kosten zu decken, erhöhten viele private Krankenversicherungen im Jahr 2010 ihre Beiträge, einige Versicherte müssen seither sogar Aufschläge von bis zu 30% bezahlen. Um die Kosten nicht noch weiter in die Höhe zu treiben und somit die private Krankenversicherung nahezu unbezahlbar werden zu lassen, prüfen die privaten Versicherer immer neue Möglichkeiten zur Kostensenkung.
Als eine der Maßnahmen prüfen die privaten Krankenversicherungen die eingereichten Rechnungen genauer, um so eventuell parallel abgerechnete Kostenpositionen aufzudecken. Auch die Betreuung chronisch Kranker soll in der Zukunft verbessert werden, um so die Behandlungskosten zu reduzieren, den Betroffenen aber eine bessere Versorgungssituation zu ermöglichen. Daneben versucht die PKV bereits, Rabattverträge mit der Pharmaindustrie zu schließen um so auch die Kosten für Arzneimittel zu reduzieren.

Doch nicht nur die Krankenkassen können etwas tun, um die Kosten der PKV zu reduzieren, denn auch die Eigenverantwortung jedes Versicherten hilft, Einsparungen zu ermöglichen. So sollte beispielsweise geprüft werden, ob ein Facharztbesuch wirklich notwendig ist oder ob nicht auch der Hausarzt die Erkrankung behandeln kann. Durch die Analyse des eigenen Tarifs, dem eventuellen Verzicht auf Zusatzleistungen sowie der Einbeziehung einer PKV Selbstbeteiligung ist es ebenfalls möglich, die individuellen Kosten zu senken.

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