Private Krankenversicherung überzeugt mit guten Leistungen

Die private Krankenversicherung (PKV) gewinnt Land im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung. Sah es noch 2013 düster aus für die private Krankenversicherung, kann sie in diesem Jahr überzeugen mit stabilen Beiträgen, mehr Flexibilität und besseren Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung. Dies ergab eine Untersuchung der Freiburger KVpro.de GmbH, die insgesamt 1123 Unisex-Tarife der PKV auswertete.

Stabile Beiträge in der privaten Krankenversicherung

Während im Wahlkampf noch über eine Alternative zur privaten Krankenversicherung debattiert wurde, kann die PKV 2014 wieder mehr überzeugen. An den hohen Beiträgen gibt es allerdings nichts zu rütteln. Die PKV kann diese jedoch auf einem stabilen Niveau halten. Bei drei Viertel der untersuchten Tarife ändert sich nichts an der Beitragshöhe. Ein knappes Viertel der Tarife wird sogar etwas günstiger, teilweise im zweistelligen Prozentbereich.

Private Krankenversicherung: Gute Leistung hat ihren Preis

Sicherlich beruhen die konstanten oder sogar günstigeren Beiträge der privaten Krankenversicherung auf der ehemals übermäßigen Preissteigerung nach der Einführung der Unisex-Tarife. Dennoch müssen sich Versicherte damit abfinden, dass sie für die PKV tief in die Tasche greifen müssen. Der Versicherungsmakler Sven Hennig verrät der Wirtschaftswoche, er habe nur einen einzigen Tarif im Repertoire, der unter einem Monatsbeitrag von 500 Euro liegt. Bereits 30-jährige Versicherte müssen mit diesen Ausgaben rechnen. Bald können jedoch auch gesetzlich Krankenversicherte mit Zusatzbeiträgen stärker belastet werden. Daher gewinnt die private Krankenversicherung wieder an Attraktivität.

Sehr gute Leistungen in der privaten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung kann ihre hohen Beiträge immerhin mit sehr guten Leistungen aufwiegen. Michael Franke vom Analysehaus Franke und Bornberg zeigt sich sehr zufrieden mit der Branche der privaten Krankenversicherer. Die private Krankenversicherung bietet bessere Leistungen als die GKV. Wer zum Beispiel hohe Erstattungen, eine Chefarztbehandlung und ein Einzelzimmer im Krankenhaus wünscht, muss mit höheren Beiträgen rechnen. Nur noch wenige Anbieter der PKV bewegen sich im Billigsegment mit schlechteren Leistungen.

Private Krankenversicherung: Tarife nach Bedarf

Wer trotzdem eine preiswertere private Krankenversicherung bevorzugt, kann auf einen neuen Tarif der HanseMerkur zurückgreifen. Diese erreicht ihren Beitragssatz nicht durch Leistungslücken im Versicherungsschutz, sondern durch eine Erhöhung des Selbstbehalts auf 1.000 Euro pro Jahr. Wer dann krank wird, muss bis zu 1.000 Euro selbst zahlen. Bleibt der Versicherte hingegen gesund, profitiert er von niedrigeren Beiträgen.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr