Private Krankenversicherung: Für AXA-Kunden wird es deutlich teurer

Für viele Deutsche mit einer privaten Krankenversicherung fallen die Beitragserhöhungen im kommenden Jahr moderat aus. Ausgerechnet AXA-Versicherte müssen jedoch 2014 erneut mit drastisch steigenden Beiträgen rechnen. Um bis zu 50 Prozent sollen sich die Tarife verteuern. Erst 2013 hatte der Anbieter seine PKV-Prämien um bis zu 41 Prozent erhöht.

AXA: Beitragserhöhung um bis zu 50 Prozent

Bisher machen viele private Krankenversicherer nicht den Eindruck, dass sie ihre Beiträge für die private Krankenversicherung im kommenden Jahr stark anheben werden. Viele Anbieter wie die Debeka und die Barmenia haben für 2014 eine Beitragsgarantie ausgesprochen. Auch die AXA verspricht stabile Beiträge – jedoch nur für Versicherte mit einem Unisex-Tarif. Kunden mit einem alten Bisex-Tarif müssen sich jedoch auf eine deftige Beitragserhöhung einstellen. Um bis zu 50 Prozent erhöht die AXA laut Cecu.de ihre Beiträge. Besonders betroffen sind demnach Privatpatienten mit einem Einsteigertarif wie EL-Bonus. Zudem soll es vor allem für Männer teurer werden.

Private Krankenversicherung: Für AXA-Versicherte wird es wieder teurer

Erst im letzten Jahr stiegen die PKV-Prämien von AXA-Versicherten im Schnitt um 41 Prozent. Dieses Jahr war bereits im Juni absehbar, dass der Anbieter seine Preise mit dem Jahreswechsel anpassen wird. Denn das Unternehmen hat nach einer Prüfung der Finanzaufsicht BaFin bestätigt, auf die schwierige Lage am Kapitalmarkt mit Beitragsanpassungen zu reagieren. Die BaFin hatte festgestellt, dass 18 private Krankenversicherer den Rechnungszins nicht erwirtschaften können. Einige Unternehmen wie die AXA kündigten daher an, den Zins zu senken, was sich langfristig auf die Beitragshöhe ihrer Privatversicherten auswirkt.

Sonderkündigungsrecht nutzen

AXA-Kunden, die eine Beitragserhöhung in diesen Tagen erhalten haben, können von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ab Erhalt der Mitteilung bleiben ihnen zwei Monate Zeit, um zu kündigen und um sich eine neue private Krankenversicherung zu suchen. Dabei empfiehlt es sich zunächst zu überprüfen, ob die AXA Tarife mit vergleichbaren Leistungen zu günstigeren Konditionen anbietet. Findet sich kein passendes Angebot, können Betroffenen den Versicherer wechseln. Da es dabei jedoch einige Dinge zu beachten gibt, sollte dieser Schritt von einem PKV-Experten begleitet werden.

 

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr