Private Krankenversicherung: Continentale mit Beitragsrückerstattung

Ein Pluspunkt der privaten Krankenversicherung sind die Beitragsrückerstattungen, die für leistungsfreie Jahre ausgeschüttet werden. Die Mitglieder der Continentale PKV können sich jetzt über BRE in erheblichem Umfang freuen. Die Continentale PKV schüttet 45,7 Millionen Euro aus. Und erstattet den Versicherten damit einen nicht unerheblichen Teil der Beiträge zurück. Erhalten aber alle Versicherten und für alle Tarife der Continentale Krankenversicherung diese Rückerstattungen?

BRE nur bei Leistungsfreiheit

Beitragsrückerstattungen sind ein positiver Nebeneffekt der privaten Krankenversicherung.

Die Versicherer belohnen ihre Mitglieder damit für Jahre, in denen keine Leistungen in Anspruch genommen bzw. Rechnungen aus eigener Tasche gezahlt worden sind. Die Continentale PKV ist im Bereich der PKV kein Einzelfall, viele Versicherer setzen auf diesen Bonus für ihre Mitglieder. Wer zum Beispiel 2010 nicht zum Arzt musste, kann sich dieses Jahr also über teilweise recht hohe Rückerstattungen freuen.

Allerdings ist die Höhe der BRE nicht überall gleich. In welchem Umfang Versicherte der privaten Krankenversicherung einen Teil der Beiträge wieder zurückerhalten, hängt wesentlich vom abgeschlossenen PKV Tarif ab. In einigen Versicherungstarifen liegt die Rückerstattung nur bei ein bis zwei Monatsbeiträgen, in anderen Tarifen ist sie dagegen fast doppelt so hoch. Experten warnen allerdings, die PKV nur anhand der BRE auszuwählen.

BRE für Arbeitnehmer

Arbeitnehmer müssen die Beitragsrückerstattung mit dem Arbeitgeber teilen. Vieler Versicherten denken so. Allerdings weisen Anwälte und auch Verbände drauf hin, dass die BRE nur dem Arbeitnehmer zufließt, er die Rückerstattung also nicht zu 50 Prozent an den Arbeitgeber zurückführen muss. Allerdings mindern die BRE den Teil der Beiträge, welcher im Rahmen der Einkommenssteuer angesetzt werden kann.

Es lohnt sich für Privatversicherte, bei der Auswahl eines Tarifs auch auf die Beitragsrückerstattungen zu achten. Allerdings raten Experten dazu, immer zuerst auf die allgemeinen Leistungen der privaten Krankenversicherung zu achten. Erst wenn diese Punkte der Liste abgehakt sich, kann man sich der BRE zuwenden. Übrigens: Einige Versicherer zahlen die BRE anteilig auch aus, wenn Leistungen unterhalb der BRE-Höchstgrenze in Anspruch genommen worden.

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