Private Krankenversicherung: Chefarzt Behandlung exclusiv!

Chefarzt-Behandlung bald nur über die Private Krankenversicherung PKV?

Die Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen sollen nach Dafürhalten der Bundesregierung abgeschafft werden. Wer sich dann eine Chefarzt-Bahndlung im Krankenhaus oder andere Privatärztliche Behandlungen wünscht, ist auf eine Private Krankenversicherung (PKV) angewiesen. Die Techniker Krankenkasse musste bereits ihr Wahltarif "TK Privat" schließen.

Die Regierungskoalition unter CDU/CSU und FDP wollen im Rahmen der Gesundheitsreform 2011 Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen ganz verbieten. Danach wäre nur die Private Krankenversicherung berechtigt, Leistungen wie die Chefarzt-Behandlung oder das Ein-/Zweibettzimmer im Krankenhaus anzubieten. Hier sehen die gesetzlichen Krankenkassen einen herben Einschnitt und kündigen ihren Widerstand an. Immerhin konnten die GKVén in Deutschland bereits einige hundert Tausend Mitglieder für diese Wahltarife gewinnen.

Die Private Krankenversicherung profitiert von der Abschaffung der Wahltarife

Sollten die Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen ab 2011 tatsächlich nicht mehr angeboten werden dürfen, könnte sich die Private Krankenversicherung über weiteren Zulauf freuen. Zeigte doch die Annahme der Wahltarife, dass ein reges Bedürfnis nach privatärztlichen Leistungen im Krankenhaus besteht. Damit jedoch wird eine Zwei-Klassen-Medizin weiter forciert. Immerhin kann in Deutschland nicht jeder Bürger eine private Krankenversicherung abschließen. Die freie Wahl der Krankenversicherung steht lediglich Selbständigen und Freiberuflern frei. Angestellte und Arbeitnehmer müssen bestimmte Einkommensvorassetzungen erfüllen, um in die PKV wechseln zu können.

PKV 2011: Wechsel in die Private Krankenversicherung soll vereinfacht werden

Zusätzlich plant die Regierung, allen voran der Koalitionspartner FDP die Abschaffung der PKV Wartezeit bzw. der sogenannten Drei-Jahres-Frist. Bislang können Angestellte und Arbeitnehmer nur bei einer Befreiung von der Versicherungspflicht in die private Krankenversicherung wechseln. Diese Befreiung erfolgt erst bei Nachweis eines Einkommens oberhalb der Versicherungspflichtgrenze in drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren, wobei die Versicherungspflichtgrenze 2010 bei 49.950 Euro Jahresbruttoeinkommen liegt. Ab 2011 soll die Wartezeit auf lediglich ein Jahr verkürzt werden. Damit wird ein Wechsel in die Private Krankenversicherung deutlich einfacher, wovon die PKV zulasten der GKV deutlich profitieren dürfte.

Angestellte und Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen profitieren von der PKV

Viele Arbeitnehmer und Angestellte mit einem Verdienst oberhalb der Versicherungspflichtgrenze wünschen sich den Wegfall der Drei-Jahres-Regel, um schneller in die Private Krankenversicherung wechseln zu können. Nicht verwunderlich angesichts der Tatsache, dass besonders Gutverdiener bei der PKV zum einen von geringeren Beiträgen und zum anderen von deutlich besseren Leistungen profitieren können. Allerdings gibt es auch unter den PKV Tarifen je nach Anbieter große Preisunterschiede. Ein PKV Vergleich aus bis zu 50 Gesellschaften und hunderten Tarifen ist deshalb Voraussetzung für eine gute und günstige Private Krankenversicherung.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr