Private Krankenversicherer im Test: Große Unterschiede beim Preis

Ein aktueller private Krankenversicherung Test der Ratingagentur Franke und Bornberg im Auftrag des Handelsblattes zeigt sowohl beim Grund- als auch beim Standard- und Topschutz große Preisunterschiede. Insgesamt schneiden 20 Tarife sehr gut ab, 9 sind jedoch nur ausreichend.

Die Wahl der passenden privaten Krankenversicherung (PKV) gehört nicht zu den leichtesten Entscheidungen. Schließlich soll der Versicherer nicht nur einen guten Service bieten, sondern auch ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Da sich die PKV-Kosten jedoch nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung am Einkommen, sondern beispielsweise am Alter und an den Leistungen orientieren, sind Interessierte meist von der Vielzahl der schwer miteinander vergleichbaren Tarife überfordert. Ein aktueller private Krankenversicherung Test des Handelsblattes hilft nun bei der ersten Orientierung, welche Angebote empfehlenswert sind und welche eher nicht in die engere Auswahl kommen.

Private Krankenversicherung Test 2016: Tarife anhand der Leistungen kategorisiert

Bei PKV Test 2016 wurden die Angebote abhängig von ihren Leistungen in eine von drei Kategorien eingeteilt. Bieten die Tarife eine Erstattung bei Psychotherapie, zahlen für Krankenfahrstühle, kommen für ein Zweibettzimmer im Krankenhaus auf und leisten bei Zahnersatz mindestens 60 Prozent der Kosten, zählen sie zum Standardschutz. Fallen die Leistungen schlechter aus, bieten die Tarife einen Grundschutz. Zum Topschutz gehört eine private Krankenversicherung, wenn sie zusätzlich für den Heilpraktiker, ein Einbettzimmer, für Implantate und bei Zahnersatz mindestens 80 Prozent der Zahnarztkosten zahlt.

PKV Test 216: Mehrere Tarife sind sehr gut

Acht private Krankenversicherer bieten dem PKV Test 2016 zufolge einen sehr guten Grundschutz: Debeka, Barmenia, AXA, Allianz, R+V, Gothaer, Deutscher Ring und Nürnberger. Der Monatsbeitrag für einen 35-jährigen Musterkunden variiert dabei zwischen 291 Euro und 425 Euro. Abgesehen vom Anbieter R+V, der sich mit einer guten Bewertung begnügen muss, überzeugen beim Standardschutz diese sowie zwei weitere Versicherer – HUK-Coburg und Süddeutsche – mit ihrem Angebot. Die Preisspanne liegt hierbei zwischen 344 Euro und 482 Euro. Beim Topschutz sind es nur noch drei Tarife von AXA, Hallesche und HUK-Coburg, die ein sehr gutes Resultat liefern. Die Kosten belaufen sich zwischen 408 Euro und 525 Euro.

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