PKV-Wechsel 2012 – Angehörige nicht vergessen

Die Versicherungspflichtgrenze wird zum 01.01.2012 steigen – auf 50.850 Euro. Wer 2012 in die PKV wechselt, muss aber nicht nur sich, sondern auch die Krankenversicherung der Angehörigen im Auge behalten. Besonders Eltern müssen einiges beachten, um für sich und die Kinder den bestmöglichen Schutz zu den bestmöglichen Konditionen zu erhalten.

PKV vs. GKV – worauf müssen Eltern achten

[Berlin] Zum 1. Januar 2012 tritt die neue Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) in Kraft und wird von 49.500 Euro auf 50.850 Euro angehoben.

Für viele Verbraucher, die ein Einkommen über dieser Grenze haben, stellt sich die Frage, ob ein Wechsel in die Private Krankenversicherung oder ein Verbleib in der GKV die sinnvollste Lösung wäre. Diese Frage lässt sich aber nicht ohne Weiteres beantworten. Denn viele Faktoren und unterschiedliche Konstellationen können die Situation beeinflussen.

Eltern müssen ein besonderes Augenmerk auf die Wahl ihrer Krankenkasse werfen, denn ihre Entscheidung hat auch Einfluss auf die Kinder. Sind beide Eltern im selben System versichert, müssen auch die Kinder in diesem (oder freiwillig gesetzlich) versichert werden. In der GKV sind die Kinder durch die Familienversicherung abgesichert, in der PKV muss jedes Kind einzeln versichert werden.

Bei unterschiedlichen Systemen müssen Eltern rechnen

Grundsätzlich werden die Kinder in dem System untergebracht, in dem der Elternteil mit dem höhere Einkommen versichert ist. Sollte also der selbständige und privat versicherte Elternteil ein geringeres Einkommen haben als der gesetzlich versicherte Elternteil, wird das Kind in der Regel gesetzlich familienversichert. Parallel kann das Kind gesetzlich versichert werden, wenn das Einkommen des privat versicherten Elternteils unter der JAEG liegt.

Bei getrennt lebenden Eltern gelten die gleichen Bedingungen wie bei verheirateten Eltern und die Krankenversicherung des Kindes richtet sich nach Einkommen der Eltern. Bei einer rechtskräftigen Scheidung werden die Kinder hingegen in der Krankenversicherung untergebracht, welcher der Elternteil angehörig ist, der das Sorgerecht zugesprochen bekam.

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