Private Krankenversicherung – Wechsel kann sich lohnen

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung kann sich lohnen. Aber auch wer bereits Privatpatient ist, kann durch einen Wechsel des PKV Tarifs bares Geld sparen. Dabei gibt es allerdings eine ganze Menge zu beachten.

Wechsel in die private Krankenversicherung

Es gibt zahlreiche Argumente, die für einen Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) sprechen. So können sich Privatpatienten ihre Leistungen aus dem Tarifangebot frei wählen und so individuell auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Dabei stehen Versicherten in der privaten Krankenversicherung weitaus mehr Leistungen zur Verfügung als Kassenpatienten. Zudem kann die PKV deutlich günstiger sein als die gesetzliche Krankenversicherung. Vor allem Gutverdiener und Selbständige profitieren hier. Allerdings ist ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung nicht für jeden Interessierten möglich. Insbesondere für Arbeitnehmer gelten strenge Regeln.

Wer kann in die private Krankenversicherung wechseln?

Beamte, Selbständige, Freiberufler und Studenten können sich unabhängig von ihrem persönlichen Einkommen von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln. Arbeitnehmer müssen hingegen ein Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (auch Versicherungspflichtgrenze genannt) vorweisen. Diese Grenze wird jährlich an die aktuelle Einkommens- und Lohnentwicklung angepasst. Sie liegt im Jahr 2014 bei 53.550 Euro brutto jährlich. Nur wer als Arbeitnehmer ein höheres Einkommen aufweist, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Fällt man hingegen (beispielsweise durch die Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze) wieder unter den aktuellen Wert, so wird man erneut versicherungspflichtig und muss sich in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern.

Egal welche berufliche Tätigkeit man ausübt: Vor einem private Krankenversicherung Wechsel sollte genau überprüft werden, ob sich die PKV einerseits lohnt und welcher Tarif andererseits der am besten geeignete für die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche ist. Ein späterer Wechsel des private Krankenversicherung Anbieters gestaltet sich meist als schwierig, da bei einem Anbieterwechsel der Verlust der bisher angesparten Altersrückstellungen droht. Daher sollte von vornherein eine Gesellschaft gewählt werden, die beispielsweise durch stabile Beiträge überzeugt.

Anbieterwechsel bei der privaten Krankenversicherung

Stimmt der Service nicht oder steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung zu rasant, so wünscht sich der eine oder andere privat Versicherte die private Krankenversicherung zu wechseln. Ein Anbieterwechsel lohnt sich dabei in der Regel nur, wenn das Versicherungsverhältnis erst seit kurzer Zeit, etwa unter drei Jahre, besteht. Ansonsten kann der Verlust der angesparten Altersrückstellungen durch die günstigeren Beiträge nicht aufgewogen werden. Wer allerdings schon nach kurzer Zeit unzufrieden mit seiner privaten Krankenversicherung ist, sollte noch mehr als zuvor bei der Auswahl auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis beim neuen Anbieter achten. Hierbei hilft ein genauer Versicherungsvergleich.

Private Krankenversicherung: Wechsel innerhalb einer Gesellschaft

Wenn der Wechsel zu einem anderen Anbieter nicht in Frage kommt, besteht noch immer die Möglichkeit in einen günstigeren Tarif beim gleichen Anbieter zu wechseln. Hierbei bleiben die Altersrückstellungen erhalten. Solange der neue Tarif mindestens die Leistungen des alten Vertrags bietet, darf die jeweilige Versicherungsgesellschaft den Wechsel auch nicht verweigern. Nur ein Wechsel von einem Unisex- in einen Bisex-Tarif ist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ausgeschlossen. Einige Versicherer machen einen solchen Wechsel für ihre Kunden jedoch schwer. Vor allem wenn es um Informationen zu infrage kommenden Tarifen geht, verschleppen einige Anbieter ihre Antworten. Versicherte sollten sich davon allerdings nicht entmutigen lassen. Es gibt sehr oft bessere bzw. günstigere Angebote, wenn man bereits seit einiger Zeit privat versichert ist. Ein Wechsel innerhalb der PKV kann sich also sehr wohl lohnen.

Wechsel: Private Krankenversicherung zu gesetzliche Krankenkasse

Wer einmal über die private Krankenversicherung abgesichert ist, kann nicht ohne weiteres zurück in die gesetzliche Versicherung wechseln. Arbeitnehmer haben nur die Möglichkeit wieder Kassenpatient zu werden, wenn ihr Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt. Selbständige und Freiberufler müssen ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis (ebenfalls mit einem Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze) aufnehmen, um sich wieder gesetzlich zu versichern. Beamte haben einmal privat versichert, keine Möglichkeit zur Rückkehr. Wer als Student bei einer privaten Krankenversicherung Mitglied ist, muss bei dem Einstieg in den ersten Job in der Regel zurück in die Gesetzliche, da das Einstiegsgehalt selten über der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Im Übrigen: Ab dem Alter von 55 Jahren ist die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung bis auf Ausnahmefälle nicht mehr möglich. In jedem Fall gilt es daher, vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung die Hilfe eines Versicherungsexperten in Anspruch zu nehmen, um die optimale Absicherung zu finden.

Vor jedem PKV Wechsel: Vergleichen und Angebote einholen

Egal ob Sie als bisher gesetzlich Versicherter in die private Krankenversicherung wechseln wollen oder einen neuen Tarif suchen, weil Sie mit den Leistungen und dem Preis Ihrer bisherigen Police nicht mehr zufrieden sind: Ohne Expertenrat sollten Sie nicht wechseln. Denn der Markt für private Krankenversicherungen ist groß und unübersichtlich. Als Laie ist es daher kaum möglich, alle Fallstricke zu erkennen und den besten Tarif aus der großen Auswahl herauszupicken. Vor einen PKV Wechsel sollte daher immer ein Vergleich mittels Tarifrechner und die Beratung durch einen Versicherungsexperten stehen. So finden Sie Ihre optimale Absicherung.

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