PKV: Vorsicht vor PKV-Werbung via E-Mail

Adress- und Kontodaten sind bares Geld wert. Eine Tatsache, die Betrüger immer wieder für sich nutzen  – und dazu auch zur PKV greifen. Dabei greifen die Betrüger regelmäßig auf das Medium E-Mail zurück und versuchen den Empfängern einen Versicherungswechsel schmackhaft zu machen. Das Problem: Die Links solcher E-Mails führen auf fragwürdige Seiten, von denen immer wieder Schadprogramme auf den Rechner der Nutzer landen. Und beim Thema Billigtarif sollten Versicherte von Haus aus vorsichtig sein.

Billigtarife als Anreiz für gesetzlich Versicherte

Die Angebote der zweifelhaften E-Mails klingen verlockend: Eine private Krankenversicherung für weniger als 100,- Euro pro Monat.

Allerdings handelt es sich hier um unseriöse Angebote von Adresshändlern oder Internetkriminellen – so die Meinung von Verbraucherschützern. Und auch das Thema Billigtarif und private Krankenversicherung ist immer wieder ein Reizthema für sich.

Der Grund: Die Leistungen in Billigtarifen bleiben hinter dem gewohnt hohen Niveau der PKV zurück, liegen teilweise sogar unter dem, was in der GKV den Kassenpatienten geboten wird. Eine Tatsache, die immer wieder zu hitzigen Debatten führt – auch innerhalb der Branche. Denn nicht jede Versicherung will die Politik billiger Einstiegstarife mittragen. Verbraucherexperten sind zudem der Ansicht, dass Verbraucher, die sich nur den Billigtarif leisten können, in der PKV fehl am Platz sind.

Billig-PKV: Vorsicht nicht nur bei E-Mail-Angeboten

Experten sind sich darüber einig, dass die private Krankenversicherung nur ab einer gewissen Einkommenshöhe in Erwägung gezogen werden sollte. Denn sonst droht sich, durch Beitragsanpassungen und Selbstbehalte, eine Spirale in Gang zu setzen, die ins finanzielle Aus führen kann.

Wer trotzdem auf privatmedizinische Leistungen zurückgreifen will, kann zu Zusatzversicherungen zurückgreifen. Hier wollen einige Versicherer, wie die Allianz, in Zukunft noch stärker aktiv werden und auch in neue Bereiche vorstoßen. Und eine private Zusatzversicherung lässt sich wieder kündigen – anders als die private Krankenverollversicherung, aus der ein Wechsel in die GKV wesentlich schwerer fällt.

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