PKV: Viele Kassenpatienten ohne Zusatzversicherung
Auch wenn in den letzten Wochen und Monaten viel über die positive Entwicklung in der PKV gesprochen wurde und dabei die sehr zufriedenstellende Entwicklung der Zusatztarife zur Sprache kam – nicht jeder Verbraucher sorgt hier vor. So zeigt eine Umfrage der „Apotheken Umschau“, dass der Großteil mit der gesetzlichen Krankenkasse zufrieden ist. So hat lediglich jeder siebente gesetzlich Versicherte eine private Zusatzversicherung.
Zusatzversicherung ist Frage des Einkommens
Die meisten der rund 73 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland sind demnach mit dem Umfang und den Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zufrieden.
Aber nicht nur das Alter spielt bei der Wahl einer privaten Zusatzpolice eine Rolle, auch leisten sich Personen mit einem höheren Einkommen eher eine Zusatzversicherung als Verbraucher mit einem geringeren Einkommen. Bei den Versicherten mit einem Einkommen von mehr als 3.000 Euro steigt die Zahl derer, die eine Erweiterung abgeschlossen haben, auf 28,6 Prozent. Befragt wurden durch die GfK-Marktforscher – im Auftrag der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ – 1.998 Personen ab 14 Jahren. Es befanden sich in der Gruppe der Befragten 1.799 gesetzlich Versicherte.
Zahnzusatzversicherung weiter auf Platz eins
Bereits seit geraumer Zeit ist immer wieder die Zahnzusatzversicherung die beliebteste Zusatzpolice bei den gesetzlich Versicherten. Dies zeigt deutlich, dass es in der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Bereich deutliche Lücken gibt und teure und langwierige Behandlungen der Zähne nicht ausreichend gedeckt werden.
Neben der Zahnzusatzversicherung sind Tarife für Krankentagegeld und bessere stationäre Behandlungen, wie Zweibettzimmer oder Chefarztbehandlung, sehr beliebt. Danach folgen noch Ergänzungstarife für die Pflegeversicherung und ambulante Behandlungen. Durch die engere Zusammenarbeit der GKV und der PKV können die privaten Unternehmen mittlerweile auf 22 Millionen abgeschlossene Zusatztarife blicken.
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