PKV: Verwirrung um Beitrag – was kommt im Alter?

Was passiert mit meinem Beitrag zur privaten Krankenversicherung? Eine Frage, die sich Versicherte und Neukunden in der PKV seit einigen Wochen immer häufiger stellen. Zwar ist der Wechsel in die private Krankenversicherung zum Jahreswechsel einfacher geworden. Einige Fragen beschäftigen die Versicherten aber immer mehr. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund immer neuer Berichte über deutliche Beitragsanpassungen in der PKV.

Zukunftsangst: Hohe Beiträge im Alter

Stiftung Warentest hat vor einigen Wochen sogenannte Billigtarife in der privaten Krankenversicherung unter die Lupe genommen.
Und unter anderem auf die Beitragsentwicklung in den verschiedenen Tarifen hingewiesen. Zwar ist vielen Versicherten bekannt, dass die Prämien im Alter steigen. Inzwischen geht aber die Angst um, im Alter den Beitrag nicht mehr finanzieren zu können. Dazu kommt noch der anhaltende Ärger um den Basistarif. Bereits vor Wochen tauchten Berichte auf, dass einige Ärzte die Behandlung von Privatversicherten im Basistarif verweigerten. Eine Tatsache, die zur Verunsicherung beiträgt. Müssen die Versicherten in der privaten Krankenversicherung also zukünftig tatsächlich damit rechnen, ohne einen angemessenen Versicherungsschutz dazustehen?

Altersrückstellungen als Rettungsanker

Die private Krankenversicherung kennt das Problem. Und will überdurchschnittlichen Prämienanpassungen im Alter mit der Bildung von Rückstellungen begegnen. Diese Altersrückstellungen werden in der PKV von den Versicherten in jungen Jahren gebildet, fließen in einen Topf und in späteren Jahren den Beiträgen quasi wieder zugeschlagen. Allerdings fangen die Rückstellungen überdurchschnittliche Steigerungen der Kosten im Gesundheitswesen nicht auf.

Eigene Rückstellungen bilden

Versicherte der PKV haben neben den Rückstellungen weitere Möglichkeiten, die Beiträge im Alter zu finanzieren. Entweder wechseln sie in einen PKV Tarif mit geringeren Leistungen und sparen am Beitrag. Oder sie legen eigene Rückstellungen an, die sich zum Beispiel aus Beitragsrückerstattungen speisen. Die aktuelle Entwicklung der Beiträge in der privaten Krankenversicherung gibt bislang keinen Grund zu Panik, vorausschauendes Handeln biete sich trotzdem an.    

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr