PKV: Versicherer wollen leistungsfähiger werden
Der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr erklärte auf dem Continentale Versicherungsforum in Köln, dass die private Krankenversicherung notwendig ist, um die Vielfalt in der Krankenversicherungsbranche zu erhalten, fordert von den Verantwortlichen aber mehr Engagement. Die Versicherungsmanager zeigen sich erfreut über die Äußerungen von Daniel Bahr, sehen aber auch ganz klar Nachholbedarf in der Unterstützung der PKV vonseiten der Bundesregierung. Wenn die Regierung nur der GKV unter die Arme greift, ist die PKV nicht lebensfähig.
Regierung zeigt Interesse an PKV
Der Direktor des PKV-Verbandes, Volker Leienbach, nahm die Äußerungen des Gesundheitsministers Daniel Bahr mit gemischten Gefühlen auf.
Für Volker Leienbach ist es somit selbstverständlich, dass die Private Krankenversicherung weitere Verbesserungen des Systems erreichen muss, um die Akzeptanz in der Regierung weiter auszubauen: “Wir können die Politik nur überzeugen, wenn wir gut sind und wenn wir zeigen können, dass die Menschen uns wollen.” Eine schwierige Diskussion wurde kürzlich beigelegt, überdimensional hohe Prämien für Versicherungsmakler gehören ab April der Vergangenheit an. Dann sind lediglich neun Monatsbeiträge erlaubt, vorher waren bis zu 18 Monatsbeiträge gezahlt worden.
PKV-Wechsel vereinfachen
Der Justiziar des Bundes der Versicherten, Hajo Köster, kritisiert aber noch einen anderen Punkt in der PKV, der endlich wahrgenommen werden soll. Vielen Versicherten ist es oft gar nicht bewusst, dass sie ohne Folgen in einen anderen, möglicherweise günstigeren, Tarif ihres eigenen Versicherungsanbieters wechseln können. Dies soll sich endlich ändern, er erklärt: “Wir haben immer wieder Fälle von Versicherten, die über Wochen und Monate vergeblich versuchen, in einen anderen Tarif zu kommen.” Damit schaffen sich die Versicherungen Unmut in den eigenen Reihen.
Der PKV-Verband fordert besonders im Bereich eines Mindeststandards die Unterstützung der Regierung. So sind viele Vertreter der PKV-Branche für die Einführung eines Mindeststandards, jedoch ist eine gesetzliche Regelung, besonders um auf den medizinischen Fortschritt eingehen zu können, dafür notwendig.
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